
Eine 2–3-tägige Herbsttour: die Fuji Five Lakes, Hakones Pampasgras und das Gotemba Outlet
Eine Reiseroute, die die fünf Seen am Fuß des Mount Fuji mit heißen Quellen, silbrigen Graslandschaften und Shopping zum Saisonende verbindet: in welcher Richtung man reisen sollte, welche Busse man nimmt und wo man übernachtet, damit man die schönsten Morgen nicht verpasst.
12. Aug. 2026·✍️ olablog·⏱ 18 Min. Lesezeit
Eine Reiseroute, die die fünf Seen am Fuß des Mount Fuji mit heißen Quellen, silbrigen Graslandschaften und Shopping zum Saisonende verbindet: in welcher Richtung man reisen sollte, welche Busse man nimmt und wo man übernachtet, damit man die schönsten Morgen nicht verpasst.
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Wer zum ersten Mal wegen der Herbstfärbung in die Gegend rund um den Mount Fuji reist, tappt fast immer in dieselbe Falle: die Fuji Five Lakes als Tagesausflug zu behandeln. Man nimmt früh morgens einen Bus ab Shinjuku, erreicht Kawaguchiko gegen Mittag, quetscht etwa zwei Stunden im Oishi Park hinein und steigt genau dann in den Bus zurück, wenn das Licht am schönsten wird. Wenn man am Abend zu Hause die Fotos durchgeht, merkt man, dass man die beiden besten Momente des Herbstes hier verpasst hat: den frühen Morgen, bevor der Gipfel in den Wolken verschwindet, und den späten Nachmittag, wenn das schräge Sonnenlicht die gesamte Reihe der Ahornbäume von innen heraus zum Leuchten bringt.
Die zweite Falle ist subtiler. Viele wissen, dass sie übernachten sollten, reisen aber trotzdem nach dem Muster „hin und zurück“: von Tokyo nach Kawaguchiko, dort übernachten und anschließend von Kawaguchiko zurück nach Tokyo. Damit bezahlt man zwei lange Fahrten auf derselben Strecke, während gleich hinter der anderen Seite des Berges, weniger als eine Stunde mit dem Bus entfernt, eine völlig andere Ansammlung von Herbstzielen wartet: das silbrig schimmernde Pampasgras von Sengokuhara in Hakone, die spiegelglatte Morgenoberfläche des Lake Ashi, das Gotemba Outlet an der Kreuzung aller Routen und Fujinomiya im Süden mit den Shiraito Falls und dem Hauptschrein der Bergverehrungstradition.
Dieser Artikel stellt eine dritte Reisevariante vor: Diese vier Bausteine zu einer 2–3-tägigen Tour zu verbinden, ohne bereits zurückgelegte Strecken erneut zu fahren, und jeden Morgen auf einer anderen Seite des Berges aufzuwachen. Ich erkläre genau, wie man die einzelnen Etappen verbindet, ob eine Fahrt im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn sinnvoller ist und wo Pläne am ehesten ins Wanken geraten – meistens wegen Staus und nicht wegen eines falschen Zugfahrplans.
Warum eine Rundtour sinnvoller ist als mehrere separate Tagesausflüge
Diese vier Ziele bilden im Grunde einen Kreis
Die Karte macht es deutlicher als jede Erklärung: Der Mount Fuji liegt in der Mitte, die fünf Seen befinden sich im Norden, Hakone im Südosten, Gotemba zwischen Hakone und Lake Yamanaka und Fujinomiya auf der Südwestseite. Eine komplette Runde um den Berg ist auf der Straße nur etwa 120–140 km lang. Wenn man jeden Ort einzeln von Tokyo aus besucht, dauert jede Fahrt ungefähr 2–2,5 Stunden pro Strecke. Drei separate Ausflüge bedeuten also etwa 12–15 Stunden, die man nur in Bussen oder Zügen verbringt. Bei einer Rundtour summiert sich die Reisezeit zwischen den Zielen dagegen auf etwa 3–4 Stunden, zusätzlich zu den beiden anfänglichen und abschließenden Etappen von und nach Tokyo.
Der entscheidende Ort ist Gotemba. Die Stadt selbst bietet keine besonders spektakuläre Herbstlandschaft, ist aber ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt: Busse von den Fuji Five Lakes fahren hier hinunter, Hakone-Busse kommen von hier den Berg hinauf, die JR Gotemba Line führt durch die Stadt und das Premium Outlets liegt direkt neben dem Knotenpunkt. Man macht also keinen eigenen Abstecher zum Outlet, sondern kommt ohnehin daran vorbei – der Einkaufsbummel kostet daher kaum zusätzliche Zeit.
Der Herbst kommt in den vier Gebieten zu unterschiedlichen Zeiten
Das ist der zweite Grund, der meiner Erfahrung nach nur selten erwähnt wird. Die vier Ziele liegen auf Höhen zwischen einigen hundert und mehr als tausend Metern, weshalb sich ihre Herbstkalender nicht vollständig überschneiden:
- Fuji Subaru Line 5th Station (etwa 2.300 m): Die Blätter beginnen sich ab Ende September zu verfärben und sehen etwa Anfang Oktober am schönsten aus. Wer später kommt, findet möglicherweise nur noch kahle Äste vor.
- Sengokuhara (Hakone): Das Susuki-Pampasgras wechselt ab Ende September von Grün zu Gold und wird ab etwa Mitte Oktober bis Anfang November silbern. Dann erreicht es seine schönste, federleichte Phase.
- Die Fuji Five Lakes, besonders die Ufer des Lake Kawaguchiko (etwa 830 m): Die roten Ahorne erreichen gewöhnlich von Anfang bis Mitte November ihren Höhepunkt.
- Fujinomiya, Shiraito Falls und das Asagiri Plateau (in tieferen Lagen): Die beste Färbung setzt dort normalerweise etwa eine Woche später als im Seengebiet ein, ungefähr Mitte bis Ende November.
Wer in der ersten Novemberwoche reist, kann bei einer Rundtour also sowohl spätes Pampasgras als auch kräftig gefärbte Ahornbäume erleben. Ist eine Reise nur Mitte Oktober möglich, sollte man nicht krampfhaft nach roten Blättern rund um die Seen suchen, sondern sich auf Hakone und höher gelegene Regionen konzentrieren. Diese Entwicklung verändert sich von Jahr zu Jahr. Bevor man die Reisedaten bestätigt, sollte man daher die Herbstfärbungsprognosen auf den offiziellen Websites der jeweiligen örtlichen Behörden prüfen, statt sich auf einen allgemeinen Kalender zu verlassen.
Vier Bausteine und was man an jedem Ort unternehmen kann
Fuji Five Lakes: lieber einzelne Seen auswählen, statt alle fünf sehen zu wollen
Die fünf Seen heißen Kawaguchi, Yamanaka, Sai, Shoji und Motosu. Ehrlich gesagt sollte man sich bei einer 2–3-tägigen Rundtour auf höchstens zwei oder drei beschränken.
Kawaguchiko ist der praktischste See: Es gibt einen Bahnhof, Sightseeing-Busse, die den See auf roten, grünen und blauen Linien umrunden, und Unterkünfte in allen Preisklassen. Zwei Herbstziele sind hier unverzichtbar: das Nordufer rund um den Oishi Park, von wo aus man über das Wasser zum Berg blickt, und der Maple Corridor an der Nordostseite des Sees, wo sich zwei Reihen ausgewachsener Ahorne über einen kleinen Bach neigen. Im November findet hier ein Herbstlaubfest statt, und abends wird die Gegend beleuchtet. Da sich Termine und Öffnungszeiten jedes Jahr ändern, sollte man vor einem abendlichen Besuch die offizielle Website der Stadt prüfen.
Lake Yamanaka ist eine gute Wahl, wenn man mit dem Auto unterwegs ist oder eine ruhigere, weniger überlaufene Atmosphäre sucht. Mehrere Cafés mit Blick auf das Wasser eignen sich besonders gut für den Morgen. Am Lake Saiko liegt das rekonstruierte Dorf Iyashi-no-Sato mit seinen strohgedeckten Häusern, das besonders fotogen ist, wenn sich die Bäume rund um das Dorf verfärben. Lake Motosu ist das Motiv auf dem Geldschein – wunderschön, aber abgelegen und nur mit wenigen Bussen erreichbar. Daher sollte man ihn nur mit dem Auto einplanen.
Ein kleiner Tipp: Aussichtspunkte wie Koyodai und Panorama-dai bieten einen Blick aus der Vogelperspektive auf die verfärbten Wälder. Das ist deutlich eindrucksvoller, als sie gerade über den See hinweg zu fotografieren, und außerdem sind diese Orte viel weniger überlaufen. Die Wege bergauf sind mäßig steil; Sportschuhe reichen aus.
Hakone: Sengokuharas Pampasgras und der Lake Ashi am Morgen
Hakone wird meist als „Onsen-Reiseziel“ vermarktet, bietet im Herbst aber zwei Dinge, die es an den Fuji Five Lakes nicht gibt.
Das erste ist das Sengokuhara Pampas Grass Field: ein breiter, mit Susuki bedeckter Hang, durch dessen Mitte ein Spazierweg führt. Am späten Nachmittag, wenn die Sonne von hinten scheint, leuchtet der ganze Hang silbern und golden. Dieser Anblick ist es wert, den Tagesablauf danach auszurichten, statt einfach nur daran vorbeizukommen. Das Feld liegt sehr nah bei Gotemba und ist daher ein natürlicher Halt am Ende eines Reisetages.
Das zweite ist der Lake Ashi am frühen Morgen. Wer in Hakone übernachtet und vor 8 Uhr am Seeufer ist, hat deutlich bessere Chancen, den Mount Fuji als Spiegelbild auf dem Wasser zu sehen als am Mittag, wenn häufig Wolken aufziehen und den Gipfel verdecken. Das rote Torii des Hakone Shrine steht im Wasser und ist ein berühmtes Fotomotiv. Zu dieser frühen Stunde ist außerdem die Schlange der Menschen, die Fotos machen möchten, kürzer.
Außerdem gibt es die Seilbahn über Owakudani mit seinem schwefelhaltigen, dampfenden Tal, mehrere ausgezeichnete Museen wie das Open-Air Museum und das Pola Museum und natürlich Onsen. Wenn man nur einen halben Tag in Hakone hat, würde ich Folgendes wählen: morgens den Lake Ashi, gegen Mittag die Seilbahn und am Nachmittag Sengokuhara.
Gotemba Premium Outlets: einkaufen, ohne einen ganzen Tag zu verlieren
Dieses große Outlet-Center liegt am Fuß des Berges. An einem klaren Tag kann man eine Jacke anprobieren und dabei zum frühen Schnee auf dem Gipfel hinüberschauen. Für Menschen, die in Japan leben, ist ein Besuch von Ende Oktober bis November besonders lohnenswert: Winterkleidung ist bereits eingetroffen, während die Schlussverkäufe für Herbstartikel beginnen.
Wichtig ist, dass man den Vormittag nicht im Outlet verbringt. Drei Stunden sind mehr als ausreichend, wenn man mit einer Einkaufsliste ankommt. Am sinnvollsten ist ein Besuch am Nachmittag eines Tages, an dem man zwischen den beiden Regionen unterwegs ist, da man ohnehin vorbeikommt. Shuttlebusse zwischen dem Bahnhof Gotemba und dem Outlet fahren relativ häufig, und viele Fernbuslinien halten direkt im Komplex.
Eine ernst gemeinte Warnung: An Wochenenden und während der Herbstferien sind die Straßen rund um das Outlet stark verstopft, besonders am Nachmittag. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte für diesen Abschnitt zusätzlich 30–45 Minuten einplanen.
Fujinomiya: die weniger besuchte Südseite
Diesen Baustein lassen die meisten aus – und genau er macht eine 3-tägige Rundtour lohnenswert. Fujinomiya liegt an der Südseite des Berges. Dort befindet sich Fujisan Hongu Sengen Taisha, der Hauptschrein des Netzwerks von Schreinen, die dem Mount Fuji gewidmet sind, mit kristallklaren Teichen, die vom Grundwasser des Berges gespeist werden. Nicht weit entfernt liegen die Shiraito Falls, ein breiter Wasservorhang, der über eine Basaltklippe stürzt. Die Bäume rund um die Wasserfälle verfärben sich spät, sodass man auch dann noch eine schöne Herbstlandschaft erleben kann, wenn die Zeit der stärksten Färbung im Seengebiet bereits vorbei ist.
Weiter entfernt liegen der Lake Tanuki und das Asagiri Plateau. Die weitläufigen Graslandschaften bieten eine ganz andere Art von Bergblick – ideal für alle, die offene Landschaften den Reihen von Geschäften und Restaurants vorziehen. Fujinomiya ist außerdem die Heimat eines besonderen Yakisoba mit zähen Nudeln, das man am besten in einem kleinen Restaurant an der Schreinstraße probiert.
Die Routen verbinden: der Teil, an dem am ehesten etwas schiefgeht
Die wichtigsten Etappen und wie man sie zurücklegt
- Tokyo (Shinjuku) → Kawaguchiko: Direkte Highway-Busse brauchen bei wenig Verkehr etwa 2 Stunden. Alternativ fährt man mit der JR Chuo Line nach Otsuki und steigt dort in die Fujikyuko Line um. Busse sind günstiger und bequemer, aber staugefährdet; Züge sind etwas langsamer, dafür zuverlässiger.
- Kawaguchiko → Gotemba: Busse verbinden das Gebiet der Fuji Five Lakes mit Gotemba und fahren dabei am Lake Yamanaka und am Kagosaka Pass vorbei. Je nach Verkehr dauert die Fahrt etwa 1 Stunde bis über 1,5 Stunden. Die Verbindungen sind selten, meist gibt es nur wenige pro Tag. Diese Etappe muss man unbedingt im Voraus prüfen und reservieren, sofern Reservierungen möglich sind. Sie ist außerdem für die meisten gescheiterten Reisepläne verantwortlich.
- Gotemba → Hakone (Sengokuhara / Togendai): Busse vom Bahnhof Gotemba fahren in etwa 30–50 Minuten hinauf nach Sengokuhara und zum Togendai Port am Lake Ashi und verkehren regelmäßiger.
- Hakone → Tokyo: Von Hakone-Yumoto nach Shinjuku dauert die Fahrt mit der Odakyu Line in einem Limited Express mit reservierten Sitzplätzen etwa 1,5 Stunden. Alternativ fährt man nach Odawara und nimmt dort den Shinkansen, der Tokyo in etwa 35 Minuten erreicht.
- Kawaguchiko → Fujinomiya: Busse fahren über die Westseite des Berges und das Asagiri Plateau. Die Fahrt dauert etwa 1,5–2 Stunden. Von Fujinomiya nimmt man die Minobu Line hinunter zum Bahnhof Fuji und steigt dort in die Tokaido Line beziehungsweise den Shinkansen um.
Kombi-Pässe: lohnen sie sich?
Mehrere beliebte Pässe sind erhältlich: der Hakone Freepass von Odakyu, der die Bergbahn, die Seilbahn, die Ausflugsfahrt auf dem Lake Ashi und die Busse in der Region abdeckt; Fujikyus Mount Fuji area pass, der Busse rund um die fünf Seen und die Fujikyuko Line einschließt; sowie mehrere erweiterte Pässe, die beide Regionen miteinander verbinden.
Als Faustregel gilt: Wer einen ganzen Tag in Hakone verbringt und Bergbahn, Seilbahn, Boot auf dem See und Busse nutzt, spart mit dem Regionalpass fast sicher Geld. Wer Hakone nur einen halben Tag lang mit dem Bus durchquert, fährt mit Einzeltickets möglicherweise günstiger. Für die Etappe nach Gotemba sollte man genau hinsehen: Das Outlet liegt außerhalb der Gültigkeitsbereiche mancher Regionalpässe, und die Bedingungen ändern sich von Jahr zu Jahr. Vor dem Kauf sollte man daher die offizielle Website des jeweiligen Verkehrsunternehmens konsultieren.
Sollte man ein Auto mieten?
Wenn mindestens drei Personen zur Gruppe gehören, man einen gültigen Führerschein besitzt und sowohl Lake Motosu als auch Lake Tanuki einplanen möchte, ist ein Mietwagen die richtige Wahl. Auf die Gruppe verteilt sind die Kosten oft vergleichbar mit oder sogar niedriger als die Busfahrpreise. Gleichzeitig erhält man vollständige Kontrolle über den Zeitplan – beim Blick auf den Berg ist das äußerst wertvoll, da klarer Himmel oder Wolken einen enormen Unterschied machen.
Allerdings gibt es drei zusätzliche Kostenfaktoren: Die Mautgebühren auf den Schnellstraßen dieser Region sind nicht günstig, die Parkplätze an beliebten Herbstlaubzielen sind oft schon vor 9 Uhr voll und die Straßen rund um das Gotemba Outlet sind an Wochenenden tatsächlich völlig verstopft. Wenn ihr zu zweit seid und euch nur auf Kawaguchiko und Hakone konzentriert, sind Busse die stressfreiere Option.
Reihenfolge der Route: drei erprobte Varianten
Option A – 2 Tage, ohne eigenes Fahrzeug
Tag 1: Tokyo mit einer frühen Verbindung verlassen und Kawaguchiko gegen den späten Vormittag erreichen. Das Gepäck im Hotel oder in einem Schließfach am Bahnhof deponieren. Den Vormittag und Mittag am Nordufer des Sees und im Maple Corridor verbringen und am Nachmittag zu einem Aussichtspunkt fahren. Übernachtung in Kawaguchiko. Falls ein abendliches Beleuchtungsfest stattfindet, kann man zu Fuß dorthin gehen.
Tag 2: Früh aufstehen und zum Seeufer gehen, um den Berg zu sehen, solange der Himmel noch klar ist. Gegen den späten Vormittag einen Bus nach Gotemba nehmen. Bis zum frühen Nachmittag im Outlet zu Mittag essen und einkaufen. Anschließend mit dem Bus nach Sengokuhara hinauffahren, um das Pampasgras im schrägen Nachmittagslicht zu sehen, dann weiter nach Hakone-Yumoto fahren und am Abend nach Tokyo zurückkehren.
Diese Variante verzichtet auf das Onsen-Erlebnis und den Lake Ashi. Wer jedoch nur ein Wochenende zur Verfügung hat, bekommt damit die kompakteste und übersichtlichste Version.
Option B – 3 Tage, gegen den Uhrzeigersinn, mit Fokus auf schöne Morgenstunden
Tag 1: Tokyo → Hakone. Am Nachmittag die Seilbahn nehmen, am Abend in einem Onsen entspannen und in Sengokuhara oder Gora übernachten.
Tag 2: Früh zum Lake Ashi fahren, solange das Wasser noch ruhig ist, und anschließend das Pampasgrasfeld besuchen, bevor sich der Nebel hebt. Nach Gotemba hinunterfahren, um dort einzukaufen und zu Mittag zu essen. Am Nachmittag mit dem Bus hinauf in das Gebiet der Fuji Five Lakes fahren und Kawaguchiko am späten Nachmittag erreichen. Übernachtung in Kawaguchiko.
Tag 3: Den Berg morgens vom Nordufer aus betrachten, durch den Maple Corridor spazieren und gegen Mittag mit dem Bus zurück nach Tokyo fahren.
Ich bevorzuge diese Variante gegenüber A, weil sie die beiden Morgenstunden genau an die zwei Orte legt, die am meisten von einem frühen Start profitieren: den Lake Ashi und das Nordufer von Kawaguchiko. Der Nachteil ist, dass auf der Strecke von Gotemba zu den Fuji Five Lakes am Nachmittag Staus auftreten können. Für den Abend des zweiten Tages sollte man daher nichts Wichtiges planen.
Option C – 3 Tage mit dem Auto, einschließlich Fujinomiya
Tag 1: Tokyo → Kawaguchiko. Am Nachmittag Lake Saiko, das Dorf mit den strohgedeckten Häusern und einen Aussichtspunkt besuchen. Übernachtung in Kawaguchiko.
Tag 2: Morgens das Nordufer des Sees besuchen. Gegen Mittag über die Westseite und das Asagiri Plateau hinunterfahren und am Lake Tanuki halten. Fujinomiya am Nachmittag erreichen, Sengen Taisha und die Shiraito Falls besuchen und Yakisoba essen. In Fujinomiya übernachten oder weiter nach Gotemba fahren.
Tag 3: Morgens durch Gotemba fahren und einkaufen, sobald die Geschäfte öffnen, um den Menschenmassen zu entgehen. Gegen Mittag nach Hakone hinauffahren und am Nachmittag das Pampasgrasfeld und den Lake Ashi besuchen. Das Auto am Abend zurückgeben und nach Tokyo zurückkehren.
Diese Route schließt eine vollständige Runde um den Berg ab, ohne einen Abschnitt doppelt zu fahren. Ich empfehle sie allen, die in Japan leben und den Berg innerhalb von drei Tagen von allen vier Seiten sehen möchten.
Einige Dinge, die die Reise angenehmer machen
Der Morgen ist euer wertvollstes Gut. Im Herbst sorgt die trockene, kalte Luft dafür, dass der Berg früh am Tag am klarsten zu sehen ist, während ab dem späten Vormittag häufig Wolken aufziehen. Wer die Bergblicke für den Nachmittag einplant, geht ein Risiko ein. Zwischen 6 und 8 Uhr morgens sind die Chancen deutlich besser.
Die Temperaturunterschiede sind größer als erwartet. Die Tage können angenehm sein, aber an den Seeufern auf 800–1.000 m Höhe ist es am frühen Morgen oft bitterkalt, und an der 5th Station ist es noch deutlich kälter. Zieht euch in mehreren Schichten an und nehmt dünne Handschuhe und eine Mütze mit – 30 Minuten lang im Wind am Seeufer zu stehen und Fotos zu machen, ist völlig normal.
Bucht die Unterkunft früher als üblich. Während der Hauptsaison der Herbstfärbung in Kawaguchiko und Hakone sind die besten Zimmer schnell vergeben, und an Wochenenden steigen die Preise zusätzlich. Wer mit einem knappen Budget reist, findet rund um den Bahnhof Kawaguchiko oder in Hakone-Yumoto meist günstigere Unterkünfte als Zimmer mit Seeblick.
Esst lokale Spezialitäten. Das Gebiet der Fuji Five Lakes ist für Hoto bekannt – dicke Nudeln in einer Miso-Brühe mit Kürbis, perfekt für einen kalten Abend. In Hakone gibt es in Owakudani mit Schwefel gekochte schwarze Eier und Soba. Fujinomiya ist für sein Yakisoba mit zähen Nudeln bekannt. Wenn diese Gerichte direkt an eurer Route liegen, solltet ihr euch nicht mit einer beliebigen Mahlzeit an einem Rastplatz zufriedengeben.
Plant einen flexiblen Zeitpuffer ein. Die tatsächlichen Kosten variieren je nach Saison und Wochentag erheblich. Statt euch an eine einzige feste Summe zu klammern, solltet ihr nach Kategorien kalkulieren – Transport, Unterkunft, Eintrittsgelder und Essen – und anschließend etwa 20 % für unerwartete Ausgaben einplanen, etwa ein Taxi nach einem verpassten Bus, ein Ticket für die Seilbahn oder Einkäufe im Outlet.
Drei Fehler, die diese Rundtour zunichtemachen können
Erstens: den Fahrplan zwischen Kawaguchiko und Gotemba nicht im Voraus prüfen. Diese Verbindung ist das schwächste Glied, weil nur wenige Busse fahren. Wer einen Bus verpasst, kann dadurch zwei Stunden verlieren.
Zweitens: das Outlet auf einen Samstag- oder Sonntagvormittag legen. Man verliert sowohl das schöne Morgenlicht als auch angesichts von Menschenmassen und Verkehr die Geduld.
Drittens: alle fünf Seen in die Route quetschen zu wollen. Die Straßen rund um die Seen sind lang, die Rundbusse langsam, und am Ende hat man fünf ähnliche Fotos von fünf verschiedenen Orten statt zwei oder drei wirklich unvergesslicher Erlebnisse.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Zeit für diese Rundtour?
Wenn ich eine einzige Woche auswählen müsste, würde ich die erste Novemberwoche bevorzugen: Hakones Pampasgras ist noch schön, Kawaguchikos Ahorne stehen in voller Färbung und der Himmel ist oft klarer als im Oktober. Allerdings verschiebt sich der ideale Zeitpunkt von Jahr zu Jahr. Vor der endgültigen Buchung sollte man daher die aktuellen Färbungsprognosen auf den offiziellen Websites der einzelnen Gebiete prüfen.
Kann ich alle vier Ziele ohne Auto besuchen?
Ja. Die ersten drei – das Gebiet der Fuji Five Lakes, Gotemba und Hakone – lassen sich gut mit Bus und Zug bereisen. Auch Fujinomiya ist mit dem Bus und der Minobu Line erreichbar. Zu den Shiraito Falls und zum Lake Tanuki fahren jedoch nur wenige lokale Busse. Wer unter der Woche reist, muss die Rückfahrzeiten daher sorgfältig prüfen.
Wo sollte ich am besten übernachten?
Bei einer 2-tägigen Rundtour sollte man in Kawaguchiko übernachten. Bei einer 3-tägigen Tour würde ich die Übernachtungen auf Hakone und Kawaguchiko aufteilen: So bekommt man einen Morgen am Lake Ashi und einen weiteren am Nordufer. Gotemba lohnt sich als Übernachtungsort nur, wenn Shopping Priorität hat oder man eine günstigere Unterkunft braucht.
Lohnen sich regionale Kombipässe?
Sie lohnen sich, wenn man an einem Tag mehrere Verkehrsmittel in Hakone nutzt oder kontinuierlich rund um die fünf Seen unterwegs ist. Nicht lohnenswert sind sie, wenn man nur eine oder zwei Etappen fährt. Da sich Gültigkeit und Streckenabdeckung von Jahr zu Jahr ändern, sollte man den offiziellen Passpreis des jeweiligen Betreibers mit den voraussichtlichen Gesamtkosten für Einzeltickets vergleichen.
Was soll ich tun, wenn es neblig ist und ich den Berg nicht sehen kann?
Wartet nicht einfach ab. Wechselt zu Aktivitäten, die nicht von guter Sicht abhängen: Museen in Hakone, ein Onsen, das Dorf mit den strohgedeckten Häusern am Lake Saiko, Sengen Taisha in Fujinomiya oder mehr Zeit im Outlet. Rote Ahornwälder und Pampasgras bleiben auch unter grauem Himmel schön, und die Farben können ohne grelles Sonnenlicht sogar satter wirken.
Ist diese Reiseroute für kleine Kinder oder ältere Reisende geeignet?
Ja, sofern ihr euch auf zwei Ziele pro Tag beschränkt und Orte mit wenig Steigung bevorzugt: Das Nordufer von Kawaguchiko, das Boot auf dem Lake Ashi, das Outlet und Sengen Taisha sind allesamt relativ eben. Die 5th Station und Aussichtspunkte mit steilen Wegen sollte man meiden. Außerdem sollte man bedenken, dass die Kälte am frühen Morgen deutlich anstrengender sein kann, als die Zahl im Wetterbericht vermuten lässt.
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