
5 Tage nur in Tokio
Du planst eine 5-tägige Tokio-Reise aus Indien oder Bangladesch? Dieser ausführliche Guide bietet dir eine perfekte Reiseroute, Tipps zur Budgetplanung, vegetarische und halal-freundliche Essensoptionen, Einkaufsempfehlungen und wichtige Informationen zum Nahverkehr für Erstbesucher.
10. Juli 2026·✍️ olablog·⏱ 20 Min. Lesezeit
Du planst eine 5-tägige Tokio-Reise aus Indien oder Bangladesch? Dieser ausführliche Guide bietet dir eine perfekte Reiseroute, Tipps zur Budgetplanung, vegetarische und halal-freundliche Essensoptionen, Einkaufsempfehlungen und wichtige Informationen zum Nahverkehr für Erstbesucher.
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Willkommen in Tokio! Für viele Menschen aus Indien und Bangladesch ist die japanische Hauptstadt ein Traumziel – eine lebendige Mischung aus jahrhundertealten Traditionen und futuristischen Wundern. Auch wenn fünf Tage für eine Stadt dieser Größe zunächst kurz erscheinen mögen, reichen sie vollkommen aus, um tief in Tokios berühmteste Viertel einzutauchen und ein unvergessliches Erlebnis zu genießen, ohne ständig hetzen zu müssen. Diese Route wurde speziell für dich zusammengestellt und konzentriert sich auf praktische Aspekte wie die Nutzung des effizienten öffentlichen Nahverkehrs, die Kostenplanung – einschließlich wichtiger Preise, umgerechnet mit etwa ₹0.56 pro ¥1 sowie einigen Gegenwerten in Taka – und vor allem darauf, köstliche und geeignete Essensmöglichkeiten zu finden. Rechne mit etwa ¥10,000-15,000 (ca. ₹5,600-8,400) pro Person und Tag für Essen, Transport und Eintrittsgelder, ohne Unterkunft und größere Einkäufe.
Anreise und Fortbewegung: Dein Tokio-Transportkompass
Die Anreise nach Tokio bedeutet normalerweise, dass du an einem von zwei großen internationalen Flughäfen landest: Narita (NRT) oder Haneda (HND). Für Reisende aus Indien und Bangladesch sind beide Flughäfen gut angebunden, doch Haneda liegt im Allgemeinen näher am Stadtzentrum und ermöglicht schnellere Transfers. Narita ist zwar für viele internationale Flüge ein größerer Knotenpunkt, aber Hanedas Nähe verkürzt die Fahrzeit und oft auch die Kosten deutlich. Wenn deine Flugauswahl es zulässt, ist Haneda daher meist die bessere Wahl.
Vom Flughafen Narita sind der Narita Express (N'EX) und der Keisei Skyliner die besten Optionen, um ins Zentrum Tokios zu gelangen. Der N'EX bietet eine komfortable Direktverbindung zu wichtigen Bahnhöfen wie Tokyo, Shinjuku und Shibuya und benötigt etwa 60-90 Minuten. Eine einfache Fahrt kostet ungefähr ¥3,250 (ca. ₹1,820). Der Keisei Skyliner ist etwas schneller und erreicht Ueno und Nippori in etwa 40 Minuten. Die Fahrt kostet rund ¥2,570 (ca. ₹1,440). Für preisbewusste Reisende sind der Keisei Access Express oder lokale JR-Linien langsamer, aber deutlich günstiger. Vom Flughafen Haneda gelangst du normalerweise problemlos in 20-40 Minuten ins Zentrum Tokios. Zu den Optionen gehören die Keikyu Line nach Shinagawa (ca. ¥300-500 bzw. ₹170-280) oder die Tokyo Monorail nach Hamamatsucho (ca. ¥500 bzw. ₹280). Beide sind nahtlos an das weitläufige JR- und U-Bahn-Netz angeschlossen.
Sobald du in Tokio bist, ist der öffentliche Nahverkehr dein bester Verbündeter. Das Eisenbahnnetz der Stadt umfasst JR-Linien wie die Yamanote Line, eine Ringstrecke, die wichtige Verkehrsknotenpunkte miteinander verbindet, sowie die Linien der Tokyo Metro und der Toei Subway. In puncto Effizienz und Pünktlichkeit ist es unübertroffen und übertrifft selbst die Dimensionen der Delhi Metro in Komplexität und Reichweite deutlich. Ein Japan Rail Pass wird häufig für längere Reisen mit mehreren Städten empfohlen, lohnt sich für eine 5-tägige Reise ausschließlich durch Tokio jedoch normalerweise nicht. Besorge dir stattdessen eine wiederaufladbare IC-Karte wie Suica oder Pasmo. Diese Karten funktionieren ähnlich wie deine Delhi-Metrokarte, können aber in praktisch allen öffentlichen Verkehrsmitteln – Zügen, U-Bahnen und Bussen – sowie an einigen Verkaufsautomaten und in vielen Convenience Stores im ganzen Land verwendet werden. Dadurch ersparst du dir den Kauf einzelner Fahrkarten. Einfach auflegen und losfahren. Du kannst sie an jedem größeren Bahnhof gegen ein Pfand von ¥500 (ca. ₹280) kaufen, das erstattungsfähig ist. Tageskarten gibt es ebenfalls, aber rechne anhand deiner geplanten Fahrten nach, ob sie wirklich Geld sparen. Für eine abwechslungsreiche Route ist eine IC-Karte oft flexibler und günstiger. Mit einer IC-Karte solltest du für den Transport täglich etwa ¥1,000-1,500 (ca. ₹560-840) einplanen.
Deine Unterkunft in Tokio: Tipps für jedes Budget
Die Wahl der Unterkunft in Tokio ist eine wichtige Entscheidung, die sowohl deine Fahrzeiten als auch dein Gesamterlebnis beeinflusst. Für Erst- oder Zweitbesucher aus Indien und Bangladesch bieten bestimmte Viertel eine gelungene Kombination aus hervorragenden Verkehrsverbindungen, vielfältiger Gastronomie und guter Erreichbarkeit.
Shinjuku ist ein Dauerbrenner und bekannt für seine Wolkenkratzer, das lebhafte Nachtleben und seinen wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Das Viertel bietet eine große Auswahl an Hotels – von luxuriösen Unterkünften bis zu preisgünstigeren Businesshotels. Allein der Komplex des Bahnhofs Shinjuku bietet Zugang zu zahlreichen JR- und U-Bahn-Linien und macht die Erkundung der Stadt ausgesprochen bequem. Wenn du eine lebendige Atmosphäre mit unzähligen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten suchst, ist Shinjuku eine ausgezeichnete Wahl. Auch Shibuya bietet eine jugendliche, energiegeladene Atmosphäre mit berühmten Sehenswürdigkeiten wie der Shibuya Crossing und zahlreichen trendigen Boutiquen. Zudem ist das Viertel hervorragend an den öffentlichen Verkehr angebunden.
Ueno bietet ein etwas ruhigeres und kulturell geprägtes Erlebnis. Hier befinden sich der Ueno Park mit seinen Museen und dem Zoo sowie eine bequeme Verbindung zum Flughafen Narita über den Keisei Skyliner. Das Viertel ist oft etwas günstiger als Shinjuku oder Shibuya. Durch die Nähe zu Asakusa ist es besonders für alle interessant, die das traditionelle Japan erleben möchten. Asakusa selbst, rund um den historischen Senso-ji-Tempel, versprüht den charmanten Charakter des alten Tokio. Die Verkehrsanbindung ist gut, allerdings liegt das Viertel im Allgemeinen weniger zentral als Shinjuku oder Shibuya. Ginza wiederum ist das exklusive Einkaufsviertel Tokios. Es bietet luxuriöse Hotels und gehobene Gastronomie, kann aber deutlich teurer sein und für preisbewusste Reisende weniger zugänglich wirken. Für einen Abendspaziergang oder Schaufensterbummel ist es jedoch hervorragend geeignet.
Bei den Unterkunftsarten hat Tokio für jeden etwas zu bieten. Businesshotels wie Dormy Inn, APA Hotel oder Toyoko Inn sind wegen ihrer Effizienz, Sauberkeit und angemessenen Preise sehr beliebt. Häufig gehören Annehmlichkeiten wie ein kostenloses Frühstück oder öffentliche Bäder (Onsen/Sento) dazu. Kapselhotels bieten ein einzigartiges und äußerst preisgünstiges Erlebnis mit einer kompakten Schlafkabine. Sie sind überraschend komfortabel und verfügen oft über Gemeinschaftslounges und ausgezeichnete Einrichtungen. Airbnb und andere Ferienunterkünfte sind ebenfalls verfügbar. Beachte jedoch, dass die Vorschriften in Japan streng sein können. Achte daher darauf, dass deine Unterkunft von einem lizenzierten Anbieter angeboten wird. Für ein komfortables Businesshotel solltest du mit ¥8,000-15,000 (ca. ₹4,480-8,400) pro Nacht rechnen. Kapselhotels gibt es bereits ab ¥3,000-6,000 (ca. ₹1,680-3,360). Buche immer weit im Voraus, besonders wenn du in der Hauptsaison reist.
Tag 1: Tradition trifft Moderne – Asakusa, Ueno und Akihabara
Dein erster voller Tag in Tokio führt dich sowohl zu den historischen Wurzeln der Stadt als auch in ihre zeitgenössischen Subkulturen. Dank des effizienten öffentlichen Nahverkehrs sind alle Stationen leicht erreichbar.
Beginne den Morgen in Asakusa, der Heimat des ältesten Tempels Tokios, Senso-ji. Komm möglichst früh, idealerweise bis 8:30 AM, um die größten Menschenmengen zu vermeiden. Gehe durch das berühmte Kaminarimon (Donnertor) und anschließend die Nakamise-dori entlang, eine belebte Einkaufsstraße, die zum Haupttempel führt. Hier findest du traditionelle japanische Souvenirs, Snacks und Kunsthandwerk. Viele Waren richten sich zwar an Touristen, doch die Straße bietet einen lebendigen ersten Einblick in die japanische Kultur. Erkunde das Haupttempelgelände, sprich ein Gebet und nimm die spirituelle Atmosphäre in dich auf. Als vegetarischer Reisender kannst du an den Ständen nach „age-manju“ (frittierten Bällchen) oder „kibi dango“ (Hirseklößchen) Ausschau halten. Frage bei besonderen Ernährungsanforderungen aber immer nach den Zutaten.
Zum Mittagessen bietet Asakusa mehrere Möglichkeiten. Viele Soba- und Udon-Restaurants servieren vegetarische Brühen, allerdings solltest du unbedingt nachfragen. Achte auf Restaurants mit dem Hinweis „精進料理“ (shojin ryori), der auf traditionelle buddhistische vegetarische Küche hinweist, oder nutze eine Übersetzungs-App, um nach „no meat, no fish, no dashi (fish broth)“ zu fragen. Auch Tempura-Restaurants bieten häufig Gemüse-Tempura-Menüs an. Für ein ordentliches Mittagessen solltest du ¥1,200-2,000 (ca. ₹670-1,120) einplanen. Danach kannst du eine ruhige Bootsfahrt auf dem Sumida River unternehmen und die Stadt aus einer anderen Perspektive betrachten oder die traditionellen Seitenstraßen von Asakusa erkunden.
Am Nachmittag fährst du mit der U-Bahn ein kurzes Stück nach Ueno. Der Ueno Park ist eine weitläufige grüne Oase mit mehreren Museen, einem Zoo und wunderschönen Schreinen. Je nach deinen Interessen kannst du das Tokyo National Museum besuchen und tief in die japanische Kunst und Archäologie eintauchen oder einfach durch den Park spazieren. Als starken Kontrast kannst du alternativ nach Akihabara, in die „Electric Town“, fahren. Das Viertel ist ein Mekka für Elektronik-, Anime-, Manga- und Gaming-Fans. Stürze dich in mehrstöckige Elektronikmärkte wie Yodobashi Akiba, erkunde Geschäfte mit Anime-Artikeln oder besuche ein Themen-Café. Besonders für Popkulturinteressierte ist das Erlebnis überwältigend, aber faszinierend.
Zum Abendessen gibt es in Akihabara zahlreiche ungezwungene Restaurants. Viele Lokale mit Curry und Reis bieten vegetarische Gerichte an, und immer mehr Ramen-Restaurants berücksichtigen halal-freundliche und vegetarische Ernährungsweisen. Achte auf Schilder mit den Hinweisen „Halal“ oder „Vegetarian“. Ein typisches Abendessen kostet hier etwa ¥1,000-2,500 (ca. ₹560-1,400). Nach dem Essen kannst du beim Stöbern nach Souvenirs – von einzigartigen Gadgets bis zu Anime-Sammlerstücken – die strahlenden Neonlichter von Akihabara genießen.
Tag 2: Shibuyas Puls und Shinjukus Skyline
Der zweite Tag führt dich mitten in die moderne urbane Dynamik Tokios und damit in zwei der berühmtesten und geschäftigsten Viertel der Stadt.
Beginne den Morgen in Shibuya – ein absolutes Muss. Wenn du den Bahnhof Shibuya verlässt, stehst du sofort vor der weltberühmten Shibuya Crossing, die oft auch „Scramble Crossing“ genannt wird. Beobachte das organisierte Chaos eine Weile von der Straße aus und gehe anschließend in das Starbucks im zweiten Stock des Tsutaya-Gebäudes, um die Kreuzung von oben zu sehen. Vergiss nicht, Hachiko deine Aufwartung zu machen, der Statue des treuen Akita-Hundes und beliebten Treffpunkt. Von der Shibuya Crossing aus gehst du weiter zum Shibuya Sky. Die Aussichtsplattform bietet einen atemberaubenden 360-Grad-Panoramablick über Tokio, bei klarer Sicht sogar bis zum Mount Fuji. Buche dein Ticket für Shibuya Sky unbedingt lange im Voraus online, insbesondere wenn du den Sonnenuntergang sehen möchtest, da Tickets vor Ort häufig ausverkauft sind. Ein Ticket für Erwachsene kostet ungefähr ¥2,200 (ca. ₹1,230).
Zum Mittagessen bietet Shibuya eine unglaubliche Auswahl. Als internationales Zentrum findest du hier besonders vielfältige kulinarische Angebote. Suche nach vegetarischen Restaurants oder Cafés, die ihre Zutaten deutlich kennzeichnen. Auch zahlreiche indische Restaurants haben sich in Shibuya etabliert und bieten vertraute Geschmäcker. Halal-Ramen-Restaurants werden ebenfalls immer häufiger. Eine kurze Suche auf dem Smartphone nach „halal ramen Shibuya“ liefert zahlreiche Ergebnisse. Je nach Küche kostet das Mittagessen etwa ¥1,500-3,000 (ca. ₹840-1,680).
Am Nachmittag entkommst du der städtischen Intensität bei einem Besuch des Shinjuku Gyoen National Garden. Dieser weitläufige Park ist eine ruhige Oase mit traditionellen japanischen, englischen und französischen Landschaftsgärten. Er ist der perfekte Ort, um dich zu entspannen, die sorgfältig gepflegte Natur zu genießen und zur Ruhe zu kommen. Der Eintritt beträgt moderate ¥500 (ca. ₹280). Von Shibuya aus ist Shinjuku mit der JR Yamanote Line nur wenige Stationen entfernt, sodass der Wechsel problemlos gelingt.
Wenn der Abend näher rückt, machst du dich zum Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku auf. Der Eintritt zu den Aussichtsplattformen in den North und South Towers ist völlig kostenlos. Dich erwarten beeindruckende Nachtblicke auf die Skyline der Stadt, oft mit weniger Andrang als auf kostenpflichtigen Aussichtsplattformen. Nachdem du die Aussicht genossen hast, kannst du Shinjukus dynamisches Nachtleben erkunden. Kabukicho ist zwar für seine Unterhaltungsmöglichkeiten berühmt, doch im gesamten Viertel findest du auch ruhigere und ausgezeichnete Restaurants. Viele Kaufhäuser auf der Westseite von Shinjuku verfügen über große Restaurantetagen mit verschiedenen Küchen und oft auch vegetarierfreundlichen Gerichten. Zum Einkaufen bietet Shinjuku alles von Luxusmarken über Kaufhäuser wie Isetan und Takashimaya bis zu Elektronikriesen wie Bic Camera und Yamada Denki. Für ein reichhaltiges Abendessen und etwas Erkundungstour am Abend solltest du ¥2,000-4,000 (ca. ₹1,120-2,240) einplanen.
Tag 3: Kaiserliche Pracht und der Glanz von Ginza
Dein dritter Tag verbindet historische Bedeutung mit dem modernen Tokio der gehobenen Klasse und endet mit einem Abend voller stilvoller Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten.
Beginne den Morgen in der Nähe des Bahnhofs Tokyo mit einem Besuch des East Garden des Imperial Palace. Hier befand sich einst die Burg Edo. Der Kaiserpalast selbst ist zwar nicht öffentlich zugänglich, doch der East Garden bietet mit seinen schönen Landschaften, Steinmauern und Überresten der alten Burg eine ruhige Auszeit. Das weitläufige Gelände eignet sich wunderbar für einen morgendlichen Spaziergang. Der Eintritt ist kostenlos. Plane etwa 1-2 Stunden ein, um die historische Bedeutung und die sorgfältig gepflegten japanischen Gärten auf dich wirken zu lassen.
Zum Mittagessen bieten die Gegend um den Bahnhof Tokyo und Ginza eine große Auswahl. Tokyo Station City beherbergt zahlreiche Restaurants, von ungezwungenen Lokalen bis zu gehobeneren Angeboten. Die Auswahl reicht von schnellem Ramen oder Udon bis zu aufwendigeren Menüs. Da Ginza ein gehobenes Viertel ist, gibt es hier viele hervorragende Restaurants, allerdings können die Preise höher liegen. Besuche die Untergeschosse der Kaufhäuser, die sogenannten Depachika, in Ginza. Sie sind wahre Feinschmeckerparadiese mit Gourmetprodukten, Bentos und oft kleinen Restaurants mit unterschiedlichen Küchen, darunter auch vegetarische Optionen. Für ein angenehmes Mittagessen solltest du mit ¥1,500-3,500 (ca. ₹840-1,960) rechnen.
Der Nachmittag gehört Ginza, Tokios berühmtestem exklusivem Einkaufsviertel. Schlendere die Chuo-dori entlang, Ginzas Hauptstraße, die an Wochenendnachmittagen für den Autoverkehr gesperrt wird und sich dann in ein Paradies für Fußgänger verwandelt. Hier findest du Flagship-Stores von Luxusmarken, berühmte Kaufhäuser wie Mitsukoshi und Ginza Wako sowie hochwertige Kunstgalerien. Auch wenn Luxuseinkäufe nicht dein Hauptziel sind, lohnen sich die Architektur und die Schaufenster. Erkunde außerdem die charmanten Seitenstraßen mit ihren kleineren Boutiquen, Cafés und versteckten Schätzen. Wer günstigere Einkaufsmöglichkeiten sucht, findet im nahe gelegenen Viertel Yurakucho einen reizvollen Kontrast mit atmosphärischen Izakayas (japanischen Kneipen) und preiswerteren Geschäften.
Nach deinem Aufenthalt im glamourösen Ginza kannst du am Abend den Tokyo Skytree oder den Tokyo Tower besuchen und die Stadt aus einer weiteren Perspektive erleben. Während du vom Shibuya Sky den Blick auf die Westseite genossen hast, bieten diese Türme eine Aussicht auf die östlichen beziehungsweise zentralen Bereiche. Tickets für die wichtigste Aussichtsplattform des Skytree, das Tembo Deck, kosten etwa ¥2,100 (ca. ₹1,170). Zum Abendessen bietet Yurakucho direkt neben Ginza ein bodenständigeres Erlebnis mit zahlreichen Restaurants unter den Bahngleisen, die als „gourmet street“ bekannt sind. Hier findest du eher lokale Lokale, darunter einige mit gegrillten Spießen (Yakitori/Kushiyaki) und vegetarischen Varianten oder verschiedene japanische Menüs. Das Abendessen kostet möglicherweise ¥2,000-4,000 (ca. ₹1,120-2,240).
Tag 4: Jenseits der Stadtgrenzen – Entscheide dich für einen Tagesausflug
Nachdem du drei Tage damit verbracht hast, Tokios urbanes Gewimmel zu erleben, eignet sich Tag 4 perfekt für einen erfrischenden Ausflug und eine andere Seite Japans. Für Erstbesucher aus Indien und Bangladesch bieten sich vor allem zwei beliebte und sehr unterschiedliche Tagesausflugsziele an: Nikko und Kamakura. Deine Wahl hängt davon ab, ob du historische Pracht und Natur oder Küstenflair und alte Tempel bevorzugst.
Nikko: Weltkulturerbe-Schreine und natürliche Schönheit Nikko liegt etwa zwei Stunden nördlich von Tokio und ist eine UNESCO-Welterbestätte. Bekannt ist der Ort für den kunstvoll verzierten Toshogu Shrine, den Futarasan Jinja Shrine und das Taiyuinbyo Mausoleum. Die farbenprächtigen, aufwendig gestalteten Bauwerke liegen inmitten beeindruckender Natur, die besonders im Herbst mit ihrer feurigen Laubfärbung malerisch wirkt. Neben den Schreinen kannst du den ruhigen Lake Chuzenji und den imposanten Kegon Falls erkunden.
- Anreise: Nimm den JR Tohoku Shinkansen vom Bahnhof Tokyo nach Utsunomiya (ca. 50 mins) und steige dort in die JR Nikko Line zum Bahnhof Nikko um (ca. 45 mins). Die einfache Fahrt kostet insgesamt etwa ¥5,000 (ca. ₹2,800). Alternativ bietet die Tobu Railway direkte Limited-Express-Züge von Asakusa zum Bahnhof Tobu-Nikko an (ca. 2 Stunden), die etwa ¥2,800 (ca. ₹1,570) pro Strecke kosten. Tobu bietet außerdem verschiedene ermäßigte Pässe wie den Nikko All Area Pass an, die sich für einen Tagesausflug lohnen können.
- Sehenswürdigkeiten: Toshogu Shrine complex (Eintritt ca. ¥1,300 bzw. ₹730), Futarasan Jinja Shrine, Taiyuinbyo Mausoleum.
- Essen: In Nikko gibt es weniger ausgewiesene vegetarische oder halal-freundliche Angebote als in Tokio. Suche nach Soba- und Udon-Restaurants und frage nach „tempura soba“ (mit Gemüse-Tempura) oder Gerichten mit „kome“ (Reis). Wenn du strenge Ernährungsanforderungen hast, nimm einige Snacks mit.
Kamakura: Küstentempel und der Große Buddha Kamakura liegt eine Stunde südlich von Tokio und verbindet historische Tempel, ruhige Gärten und eine entspannte Küstenatmosphäre. Einst war die Stadt das politische Zentrum Japans. Heute ist sie für ihre zahlreichen Zen-Tempel und Schreine bekannt, insbesondere für den Kotoku-in Temple mit seiner berühmten Statue des Great Buddha (Daibutsu) sowie den Hasedera Temple mit seinen schönen Gärten und dem Blick aufs Meer.
- Anreise: Nimm die JR Yokosuka Line von Tokyo oder dem Bahnhof Shinjuku direkt zum Bahnhof Kamakura (ca. 60 minutes). Eine einfache Fahrt kostet etwa ¥950 (ca. ₹530).
- Sehenswürdigkeiten: Kotoku-in Temple (Great Buddha, Eintritt ca. ¥300 bzw. ₹170), Hasedera Temple (Eintritt ca. ¥400 bzw. ₹220), Tsurugaoka Hachimangu Shrine, Spaziergang am Yuigahama Beach.
- Essen: Kamakura ist bei besonderen Ernährungsanforderungen im Allgemeinen entgegenkommender als Nikko, da die Stadt näher an Tokio liegt und mehr Touristen anzieht. Viele Cafés und Restaurants bieten vegetarische Gerichte an. Rund um den Bahnhof und an beliebten Sehenswürdigkeiten findest du möglicherweise eine noch größere Auswahl. In einigen Tempelrestaurants kannst du nach „shojin ryori“ Ausschau halten.
Entscheidungshilfe und ein Fehler, den du vermeiden solltest: Wenn du große, aufwendig gestaltete historische Anlagen inmitten der Natur bevorzugst, ist Nikko die richtige Wahl. Wenn du es lieber ruhiger angehst und Küstenblicke sowie gut zugängliche Tempel genießen möchtest, ist Kamakura ideal. Der größte Fehler bei beiden Ausflügen besteht darin, die Fahrzeiten zu unterschätzen und die Route nicht im Voraus zu planen. Informiere dich am Vortag über die Zugfahrpläne und kaufe gegebenenfalls erforderliche Pässe.
| Merkmal | Nikko | Kamakura |
|---|---|---|
| Hauptattraktion | UNESCO-Schreine, Natur, aufwendige Geschichte | Küstentempel, Great Buddha, entspannte Strandatmosphäre |
| Fahrzeit | ~2 Stunden pro Strecke | ~1 Stunde pro Strecke |
| Kosten (ca.) | ¥2,800-¥5,000 (₹1,570-₹2,800) pro Strecke | ¥950 (₹530) pro Strecke |
| Essensangebot | Weniger vegetarische/halal-freundliche Optionen | Besseres vegetarisches/halal-freundliches Angebot |
| Tempo | Mehr Fußwege, kann anstrengend sein | Im Allgemeinen entspannter und gut zu Fuß erkundbar |
Als Beispiel für einen Tagesplan nehmen wir Kamakura: Komme bis 9:30 AM am Bahnhof Kamakura an. Gehe zum Tsurugaoka Hachimangu Shrine. Nimm anschließend den Enoden, eine charmante lokale Bahn, zum Bahnhof Hase, um den Hasedera Temple und den Great Buddha zu besuchen. Mittagessen kannst du in der Gegend um Hase oder wieder in der Nähe des Bahnhofs Kamakura. Verbringe den Nachmittag damit, die Einkaufsstraßen zu erkunden oder dich am Yuigahama Beach zu entspannen, bevor du am späten Nachmittag nach Tokio zurückfährst.
Tag 5: Letzte Leckerbissen, letzte Einkäufe und Abreise
Dein letzter Tag in Tokio verbindet den Besuch liebgewonnener Orte mit den letzten Souvenireinkäufen und einer reibungslosen Abreise. Lass dir Zeit und genieße die letzten Momente in dieser faszinierenden Stadt.
Beginne den Morgen mit einem erneuten Besuch deines Lieblingsviertels oder erkunde einen Ort, den du bisher verpasst hast. Vielleicht möchtest du ein letztes Mal die ruhige Atmosphäre des Shinjuku Gyoen genießen oder ein besonderes Souvenir in den ausgefallenen Geschäften von Harajuku kaufen, das nur einen kurzen Spaziergang oder eine Station von Shibuya entfernt liegt. Für letzte Einkäufe bietet sich ein Besuch bei Don Quijote an. Diese mehrstöckigen Discounter verkaufen alles – von Kosmetik und Snacks bis zu Elektronik und originellen Geschenken – und das oft zu konkurrenzfähigen Preisen. Sie haben bis spät in die Nacht, manchmal sogar rund um die Uhr, geöffnet und eignen sich hervorragend, um besondere japanische Produkte zu finden. Eine weitere gute Möglichkeit für Geschenke und Alltagsgegenstände sind 100-Yen-Läden wie Daiso oder Can Do, in denen fast alles ¥110 (ca. ₹60) inklusive Steuern kostet. Sie sind ideal für kleine, praktische Souvenirs.
Mach dein letztes Mittagessen zu einem besonderen Erlebnis. Wenn du noch kein Kaiten-Sushi probiert hast und vegetarische Optionen für dich infrage kommen, bieten viele Ketten Gemüse-Rolls, Gurken-Rolls oder Ei-Sushi (Tamago) an. Frage immer nach den Zutaten. Alternativ kannst du ein japanisches Gericht genießen, das dir besonders gut geschmeckt hat, oder ein Viertel mit vielfältiger Gastronomie wie Ueno oder Shinjuku erkunden. Ein letztes authentisches japanisches Curry mit Reis und oft erhältlichen Gemüse-Katsu-Varianten ist ebenfalls eine sehr gute Wahl. Für das Mittagessen solltest du ¥1,000-2,500 (ca. ₹560-1,400) einplanen.
Am Nachmittag ist es Zeit, zum Flughafen aufzubrechen. Plane ausreichend Zeit für den Transfer ein, insbesondere wenn du von Narita abfliegst. Überprüfe deine Flugdaten und die empfohlene Ankunftszeit am Flughafen. Wenn du deinen Flughafentransfer im Voraus gebucht hast, bestätige die Tickets noch einmal. Falls du eine IC-Karte verwendest, denke daran, dass du dein ¥500-Pfand abzüglich einer kleinen Bearbeitungsgebühr am Ticketschalter von JR- oder U-Bahn-Stationen zurückerhalten kannst, bevor du abreist. Achte darauf, dass du für letzte Einkäufe am Flughafen oder gegebenenfalls Taxifahrten genügend Bargeld dabeihast.
Die Abläufe am Flughafen sind unkompliziert, erfordern aber Aufmerksamkeit. Sei mindestens 2-3 Stunden vor deinem internationalen Flug dort. Haneda und Narita bieten beide hervorragende Duty-free-Einkaufsmöglichkeiten für Souvenirs, japanische Süßigkeiten und Kosmetik. Tausche übrig gebliebene japanische Yen bei Bedarf in deine Landeswährung um oder bewahre einen kleinen Betrag für zukünftige Reisen auf. Die Zoll- und Einreiseformalitäten sind in Japan normalerweise effizient, doch stelle sicher, dass alle deine Dokumente – Reisepass, Visum und Bordkarte – griffbereit sind. Denke auf dem Weg zu deinem Abflug an deine unglaubliche Reise durch Tokio zurück und nimm die Erinnerungen an eine Stadt mit, die Tradition und modernste Gegenwart mühelos miteinander verbindet.
Japan genießen: Essen als Reisender aus Indien
Für viele Reisende aus Indien und Bangladesch kann die Suche nach geeigneten Speisen in einem neuen Land – insbesondere in einem Land mit einer so besonderen Esskultur wie Japan – zunächst Sorgen bereiten. Mit etwas Vorbereitung und Aufmerksamkeit bietet Tokio jedoch zahlreiche köstliche Optionen für Vegetarier und Menschen, die halal essen. Entscheidend ist, zu wissen, wonach du suchen musst und wie du deine Ernährungsbedürfnisse mitteilst.
Vegetarische Köstlichkeiten: Auf den ersten Blick scheint die japanische Küche stark von Meeresfrüchten abhängig zu sein, da Dashi-Brühe allgegenwärtig ist. Tatsächlich gibt es jedoch viele von Natur aus vegetarische Gerichte und immer mehr Restaurants, die sich auf pflanzenbasierte Ernährung einstellen.
- Soba und Udon: Viele Nudelrestaurants bieten Varianten an, bei denen du um eine Brühe ohne Dashi bitten kannst. Häufig wird stattdessen „kombu dashi“ aus Seetang oder eine einfache, auf Sojasauce basierende „shoyu“-Brühe verwendet. Achte auf „zaru soba/udon“ (kalte Nudeln mit Dip – Zutaten der Sauce bestätigen) oder „kake soba/udon“ (heiße Nudeln in Brühe). Gemüse-Tempura ist eine häufige Beilage.
- Curry mit Reis: Japanisches Curry ist dickflüssig, würzig und äußerst beliebt. Viele Curry-Restaurants wie CoCo Ichibanya, eine bekannte Kette, bieten Gemüse-Curry mit „nama yasai“ (rohem Gemüse) oder „yasai katsu“ (frittiertem Gemüseschnitzel) an. Sag ausdrücklich „niku nashi“ (kein Fleisch) und „sakana nashi“ (kein Fisch).
- Onigiri (Reisbällchen): In Convenience Stores findest du Füllungen wie „umeboshi“ (eingelegte Pflaume), „kombu“ (Seetang) oder einfachen gesalzenen Reis.
- Shojin Ryori: Traditionelle buddhistische vegetarische Küche, die häufig in der Nähe von Tempeln angeboten wird. Sie ist eine kulinarische Kunstform, die sorgfältig zubereitet und angerichtet wird. Außerhalb spezialisierter Restaurants ist sie nicht immer leicht zu finden, aber das Erlebnis ist besonders eindrucksvoll.
- Tofu: Japan ist ein Paradies für Tofu. Genieße ihn in den unterschiedlichsten Formen, vom gekühlten „hiyayakko“ bis zum frittierten „agedashi tofu“.
- Convenience Stores (Konbini): FamilyMart, 7-Eleven und Lawson sind wahre Lebensretter. Sie bieten eine Auswahl an abgepackten Salaten, Obst und manchmal vegetarischen Sandwiches. Prüfe die Zutatenlisten immer sorgfältig – bei Bedarf mithilfe einer Übersetzungs-App.
Halal-Optionen: In Tokio ist die Zahl halal-zertifizierter Restaurants, insbesondere in den wichtigsten Touristenvierteln, deutlich gestiegen.
- Halal-Ramen: Mehrere spezialisierte Halal-Ramen-Restaurants bieten köstliche Schalen ohne Schweinefleisch oder Alkohol an. Eine kurze Suche nach „halal ramen Tokyo“ liefert zahlreiche Ergebnisse, insbesondere in Vierteln wie Shinjuku, Shibuya und Ueno.
- Indische, pakistanische und bangladeschische Restaurants: Vor allem in Gegenden wie Ueno, Shinjuku und Ikebukuro findest du überraschend viele südasiatische Restaurants. Sie bieten oft vertraute Aromen und klar gekennzeichnete halal-freundliche sowie vegetarische Gerichte. Wenn du Appetit auf etwas Vertrautes bekommst, kann dies eine beruhigende kulinarische Anlaufstelle sein.
- Türkische und nahöstliche Küche: Kebabs und andere Gerichte sind häufig halal und in verschiedenen Vierteln erhältlich.
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