
7-tägige Japan-Reiseroute für Indienreisende zum ersten Mal
Entdecke Japan mit dieser 7-tägigen Reiseroute für Reisende aus Indien und Bangladesch – mit Tokyo, Kyoto und Osaka, vegetarischem Essen, Spartipps und Empfehlungen zum JR Pass.
10. Juli 2026·✍️ olablog·⏱ 19 Min. Lesezeit
Entdecke Japan mit dieser 7-tägigen Reiseroute für Reisende aus Indien und Bangladesch – mit Tokyo, Kyoto und Osaka, vegetarischem Essen, Spartipps und Empfehlungen zum JR Pass.
Die erste Reise nach Japan zu planen, kann sich wie ein gewaltiges Vorhaben anfühlen – besonders, wenn kulturelle Erlebnisse mit praktischen Fragen zu Budget und Ernährung unter einen Hut gebracht werden müssen. Diese sorgfältig zusammengestellte 7-tägige Reiseroute für Reisende aus Indien und Bangladesch konzentriert sich auf Japans berühmte „Golden Route“ mit Tokyo, Kyoto und Osaka. Sie ermöglicht intensive Erlebnisse, berücksichtigt zugleich die Kosten und weist auf die zahlreichen vegetarischen und halal-freundlichen Möglichkeiten hin. Wir zeigen dir, wie du Japans effizientes Verkehrssystem – von Hochgeschwindigkeitszügen bis zu lokalen U-Bahnen – nutzt, und führen dich durch heilige Tempel, pulsierende Stadtviertel und ruhige Gärten. Alles ist auf eine unkomplizierte und unvergessliche Reise ausgelegt. Rechne im Durchschnitt mit ungefähr ¥15,000-20,000 (rund ₹8,400-₹11,200) pro Tag, ohne größere Verkehrspässe und Unterkunft, aber inklusive Nahverkehr, Mahlzeiten und Eintrittsgeldern.
Wichtige Vorbereitungen: Deine Japanreise planen
Eine erfolgreiche Japanreise beginnt lange vor dem Abflug. Für indische und bangladeschische Staatsangehörige ist ein Visum erforderlich. In der Regel erlaubt ein kurzfristiges Touristenvisum einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Beginne den Antrag rechtzeitig – normalerweise 2-3 Monate vorher – über die japanische Botschaft oder die zuständigen Konsulate in deiner Region. Zu den üblichen Unterlagen gehören ein gültiger Reisepass, das Visumantragsformular, aktuelle Passfotos, Flug- und Unterkunftsbuchungen sowie eine detaillierte Reiseroute. Achte darauf, dass dein Reisepass über das geplante Aufenthaltsende hinaus noch mindestens sechs Monate gültig ist.
Bei der Flugbuchung empfiehlt es sich, am Flughafen Narita (NRT) oder Haneda (HND) in Tokyo anzukommen und idealerweise vom Kansai International Airport (KIX) in Osaka zurückzufliegen, wenn du alle drei Städte besuchen möchtest. Ein solches „Open-Jaw“-Ticket spart viel Zeit und Geld, da du nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren musst. Fluggesellschaften wie Japan Airlines (JAL), ANA, IndiGo und Biman Bangladesh bieten häufig Direktflüge oder bequeme Umsteigeverbindungen an.
Unterkünfte in Japan, besonders in den großen Städten, können teuer sein. Buche frühzeitig, insbesondere wenn du in beliebten Reisezeiten wie zur Kirschblüte (März-April) oder zur Herbstlaubfärbung (Oktober-November) unterwegs bist. Businesshotels wie Toyoko Inn, APA Hotel und Dormy Inn bieten kompakte, saubere Zimmer mit den wichtigsten Annehmlichkeiten zu angemessenen Preisen, oft einschließlich eines einfachen Frühstücks. Für ein besonderes Erlebnis kannst du in Kyoto in einem traditionellen Ryokan (japanisches Gasthaus) übernachten, wobei diese Unterkünfte meist teurer sind. Preisbewusste Reisende können Hostels mit Privatzimmern oder Gästehäuser in Betracht ziehen. Denke daran, dass die Zimmer generell kleiner sind, als du es vielleicht aus Indien oder Bangladesch gewohnt bist.
Eine zuverlässige Verbindung ist besonders wichtig. Kaufe bei deiner Ankunft am Flughafen eine japanische SIM-Karte (eine reine Daten-SIM ist üblich) oder miete ein Pocket-Wi-Fi-Gerät – alternativ kannst du es online vorbestellen und später abholen. Eine eSIM ist für kompatible Smartphones oft die bequemste Lösung, da du sie bereits vor der Abreise aktivieren kannst. Zu den großen Anbietern gehören SoftBank, Docomo und au. Kreditkarten werden in größeren Geschäften und Restaurants zwar weitgehend akzeptiert, doch in kleineren Läden, an Verkaufsautomaten und für manche Tempel-Eintritte ist Bargeld weiterhin unverzichtbar. Nimm ausreichend japanische Yen (¥) für deine täglichen Ausgaben mit. Geldautomaten findest du problemlos in Convenience Stores (7-Eleven, FamilyMart, Lawson) und Postfilialen; sie akzeptieren normalerweise internationale Karten. Informiere deine Bank in Indien oder Bangladesch über deine Reisepläne, damit deine Karte nicht gesperrt wird.
Japans Eisenbahn verstehen: JR Pass und andere clevere Optionen
Japans öffentlicher Verkehr ist für seine Effizienz, Pünktlichkeit und sein dichtes Streckennetz bekannt. Der Shinkansen, also der Hochgeschwindigkeitszug, bildet das Rückgrat des Fernverkehrs und ist selbst ein Erlebnis. Wer Tokyo, Kyoto und Osaka zum ersten Mal besucht, sollte die verschiedenen Bahnpass-Optionen kennen, um das Budget sinnvoll zu planen.
Der Japan Rail Pass (JR Pass) ist oft das Erste, woran Reisende denken. Er ist für 7, 14 oder 21 aufeinanderfolgende Tage erhältlich und ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit den meisten JR-Zügen, darunter dem Shinkansen (ausgenommen die Verbindungen Nozomi und Mizuho), lokalen JR-Linien sowie einigen JR-Bussen und -Fähren. Für eine 7-tägige Reise mit Tokyo, Kyoto und Osaka kann sich ein 7-tägiger JR Pass lohnen, aber du solltest unbedingt nachrechnen. Im Jahr 2026 kostet ein 7-tägiger Ordinary JR Pass ungefähr ¥50,000 (rund ₹28,000). Um diesen Preis zu rechtfertigen, musst du normalerweise mindestens zwei Hin- und Rückfahrten über längere Strecken mit dem Shinkansen oder mehrere einfache Fernfahrten unternehmen. Bei unserer Route – im Wesentlichen Tokyo nach Kyoto (einfache Fahrt), Kyoto nach Osaka (kurze Strecke) und anschließend Osaka nach Tokyo (einfache Fahrt, falls der Rückflug ab Tokyo erfolgt) – ist der Pass möglicherweise nur knapp wirtschaftlich.
Zum Vergleich findest du hier die ungefähren Preise für einzelne Tickets:
- Tokyo nach Kyoto (Shinkansen): ~¥14,000 (ca. ₹7,840)
- Kyoto nach Shin-Osaka (Shinkansen): ~¥1,500 (ca. ₹840)
- Osaka nach Tokyo (Shinkansen): ~¥14,000 (ca. ₹7,840)
- Lokale JR-Linien in Tokyo/Kyoto/Osaka: Tagesdurchschnitt ~¥1,000-1,500 (ca. ₹560-₹840)
Wenn du nach Tokyo fliegst und Osaka als Abflughafen nutzt, brauchst du nur die Strecken Tokyo–Kyoto und Kyoto–Osaka sowie den Nahverkehr. Die gesamten Shinkansen-Kosten würden sich auf etwa ¥15,500 (ca. ₹8,680) belaufen. Rechnet man den Nahverkehr für 7 Tage hinzu (etwa ¥1,200 x 7 = ¥8,400 bzw. ₹4,704), ergibt sich ein Gesamtbetrag von ungefähr ¥23,900 (ca. ₹13,384). In diesem Fall sind einzelne Tickets wahrscheinlich günstiger als ein ¥50,000 teurer JR Pass.
Günstigere Alternativen: Wenn sich der JR Pass nicht rechnet, kommen diese Möglichkeiten infrage:
- Einzeltickets: Kaufe Shinkansen-Tickets direkt an JR-Bahnhöfen oder online. Für ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis kannst du nach „Platt Kodama“-Tickets für die Strecke Tokyo–Kyoto suchen. Sie sind günstiger, müssen aber im Voraus gekauft werden und gelten nur für feste Abfahrtszeiten.
- IC-Karten (Suica/Pasmo/ICOCA): Diese wiederaufladbaren Karten, vergleichbar mit den Fahrkartenkarten der Delhi Metro, sind im Nahverkehr unverzichtbar. Einfach an U-Bahnen, Bussen und sogar einigen lokalen JR-Linien an das Lesegerät halten und losfahren. Du kannst sie an großen Bahnhöfen kaufen und an den Fahrkartenautomaten aufladen. Die Karte selbst kostet ¥500 (ca. ₹280); dieser Betrag wird bei der Abreise erstattet. Dazu kommt das gewünschte Guthaben.
- Regionale Pässe: Wenn du mehr Zeit in einer Region verbringen möchtest, können spezielle regionale Pässe (z. B. der Kansai Area Pass) günstiger sein als ein landesweit gültiger JR Pass. Für diese Golden-Route-Reise sind einzelne Shinkansen-Tickets in Kombination mit einer IC-Karte für den Nahverkehr jedoch meist die wirtschaftlichste Wahl.
Shinkansen-Tickets buchen: Tickets kannst du an JR-Schaltern („Midori no Madoguchi“), an Fahrkartenautomaten (wähle die englische Sprache) oder online über die Websites von JR East/West kaufen. Für mehr Sicherheit – besonders in stark frequentierten Reisezeiten – solltest du deine Shinkansen-Tickets ein oder zwei Tage im Voraus buchen. Wer mit Gepäck reist, sollte beachten, dass große Koffer (über 160 cm Gesamtumfang) möglicherweise eine vorherige Reservierung für einen ausgewiesenen Stellplatz für übergroßes Gepäck im Shinkansen benötigen.
Tag 1: Ankunft in Tokyo und die faszinierende Welt von Shinjuku
Willkommen in Tokyo! Aktiviere nach der Ankunft am Flughafen Narita (NRT) oder Haneda (HND) deine SIM/eSIM oder hole dein Pocket-Wi-Fi ab. Ab NRT ist der Narita Express (N'EX) die bequemste Verbindung zu wichtigen Bahnhöfen in Tokyo wie Shinjuku, Shibuya oder Tokyo Station. Die Fahrt dauert etwa 60-90 Minuten und kostet ungefähr ¥3,200 (ca. ₹1,792). Ab HND bringen dich die Keikyu Line oder die Tokyo Monorail in etwa 20-30 Minuten für rund ¥500-700 (ca. ₹280-₹392) ins Zentrum von Tokyo.
Checke in deinem Hotel ein, idealerweise in der Nähe eines wichtigen JR- oder U-Bahnhofs. Shinjuku, Shibuya und Ueno sind hervorragende Ausgangspunkte. Nach dem Einchecken kannst du bei einem entspannten Abendspaziergang Shinjuku erkunden. Dieser Stadtteil verkörpert Tokyos futuristische Energie perfekt. Beginne am Tokyo Metropolitan Government Building (Tocho). Der Eintritt ist kostenlos, und von den Aussichtsplattformen hast du einen fantastischen Panoramablick über die Stadt – besonders eindrucksvoll, wenn langsam die Lichter angehen. Versuche, eine Stunde vor Sonnenuntergang anzukommen, um die Aussicht bei Tag und Nacht zu erleben.
Tauche anschließend in das lebhafte Gewirr des Shinjuku Gyoen National Garden ein. Der Park schließt relativ früh (gegen 4:30 PM), doch ein kurzer Spaziergang durch die unterschiedlichen Landschaften (japanische, französische und englische Gärten) bildet einen friedlichen Kontrast zum Großstadtdschungel. Der Eintritt kostet etwa ¥500 (ca. ₹280).
Wenn der Abend beginnt, erkunde Kabukicho, Tokyos berühmtes Unterhaltungsviertel. Obwohl es für sein Nachtleben bekannt ist, kannst du sicher hindurchspazieren und die leuchtenden Neonreklamen sowie die geschäftige Atmosphäre erleben. In Shinjuku gibt es zahlreiche Restaurants. Suche nach Lokalen mit klaren englischen Speisekarten oder Bildern. Viele japanische Curryhäuser wie CoCo Ichibanya bieten vegetarische Varianten an. Du kannst dein Curry mit Gemüse zusammenstellen und ausdrücklich „no meat“ (niku nashi) bestellen. Auch indische oder nepalesische Restaurants sind in den großen japanischen Städten erstaunlich häufig vertreten, besonders in Gegenden wie Shinjuku und Shibuya. Ein gutes vegetarisches indisches Essen kostet ungefähr ¥1,500-2,500 (ca. ₹840-₹1,400).
Zu vermeidender Fehler: Versuche nicht, am Ankunftstag zu viel unterzubringen. Jetlag ist real, besonders wegen des Zeitunterschieds zu Indien und Bangladesch. Konzentriere dich auf das Einchecken, eine überschaubare Aktivität und eine gute Mahlzeit.
Tag 2: Tokyos kulturelle Wahrzeichen und Zentren der Popkultur
Beginne den Tag in Asakusa, dem spirituellen Herzen Tokyos. Fahre mit der U-Bahn zur Station Asakusa. Durchquere die geschäftige Einkaufsstraße Nakamise-dori, die zum Senso-ji Temple, Tokyos ältestem Tempel, führt. Dieser alte buddhistische Tempel mit dem berühmten Kaminarimon (Donner-Tor) und der fünfstöckigen Pagode vermittelt einen Eindruck vom alten Japan. Nimm dir ein oder zwei Stunden Zeit für das Gelände, genieße die Atmosphäre und probiere vielleicht vegetarische Snacks wie age-manju – ein frittiertes Gebäck mit süßer Bohnenpaste. Frage jedoch immer nach den Zutaten. Der Eintritt zum Tempelgelände ist kostenlos.
Von Asakusa geht es mit dem Zug ein kurzes Stück zum Ueno Park. Der weitläufige Park beherbergt mehrere Museen, darunter das Tokyo National Museum (Japans größtes Kunstmuseum) und das National Museum of Western Art. Er eignet sich auch wunderbar für einen Spaziergang oder eine Pause am Shinobazu Pond. Wenn du Zeit hast, ist der Ueno Zoo besonders wegen seiner Pandas beliebt. Die Eintrittspreise der Museen variieren und liegen typischerweise bei etwa ¥600-1,000 (ca. ₹336-₹560).
Am Nachmittag tauchst du in Tokyos Popkultur ein. Je nach Interesse kannst du zwischen Akihabara und Shibuya/Harajuku wählen.
- Akihabara, die „Electric Town“, ist ein Mekka für Anime, Manga, Elektronik und Videospiele. Erkunde mehrstöckige Kaufhäuser wie Yodobashi Akiba, stöbere in spezialisierten Läden nach Figuren und Sammlerstücken und genieße die energiegeladene Atmosphäre.
- Alternativ geht es nach Shibuya und Harajuku. Erlebe die berühmte Shibuya Crossing, vermutlich die geschäftigste Kreuzung der Welt – entweder von der darüberliegenden Starbucks-Filiale aus oder indem du einfach selbst hinübergehst. Entdecke die trendigen Geschäfte und Cafés von Shibuya. Anschließend spazierst du nach Harajuku, das für seine außergewöhnliche Street Fashion bekannt ist. Bummle die Takeshita Street entlang und besuche ausgefallene Boutiquen und Läden mit süßen Snacks. Frage bei Crêpes oder dango nach vegetarischen Zutaten. Nicht verpassen solltest du den ruhigen Meiji Jingu Shrine, einen wunderschönen Shinto-Schrein, der Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken gewidmet ist und in einem weitläufigen Wald neben dem Bahnhof Harajuku liegt. Der Eintritt zum Schrein-Gelände ist kostenlos.
Zum Abendessen findest du sowohl in Shibuya als auch in Akihabara zahlreiche Restaurants. In Kaiten-Sushi-Lokalen kannst du vegetarisches Sushi wie Gurke, Avocado oder inari – frittierte Tofutaschen – auswählen. Traditionelle japanische Restaurants bieten oft tempura an; achte darauf, dass ausschließlich Gemüse in Pflanzenöl frittiert wird. Bei soba/udon-Nudeln kannst du nach kake soba/udon oder zaru soba/udon ohne katsuobushi fragen – Bonitoflocken sind eine häufige versteckte Zutat. Auch viele Familienrestaurants wie Saizeriya oder Gusto haben vegetarierfreundliche Salate und Pastagerichte im Angebot.
Tag 3: Vom Trubel Tokyos in Kyotos Ruhe
Heute verlässt du die geschäftige Metropole Tokyo und reist ins kulturelle Herzland Kyoto. Beginne den Tag mit dem Imperial Palace East Garden. Der ruhige Park liegt auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo und bietet mit seinen gepflegten Gärten und historischen Ruinen eine friedliche Auszeit. Er erinnert an Japans kaiserliche Geschichte und ist ein entspannter Auftakt vor der Weiterreise. Der Eintritt ist kostenlos.
Anschließend geht es zur Tokyo Station. Dieses architektonische Meisterwerk ist nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, sondern mit seinen Einkaufs- und Gastronomieangeboten selbst ein Reiseziel. Kaufe letzte Snacks und Getränke für die Fahrt mit dem Shinkansen. Steige in deinen Shinkansen (Hikari oder Kodama sind bei Einzeltickets beziehungsweise mit dem JR Pass abgedeckt) nach Kyoto. Die Fahrt dauert normalerweise etwa 2.5 bis 3 Stunden. Geschwindigkeit und Komfort erinnern an Indiens Vande Bharat Express, allerdings sind Pünktlichkeit und Effizienz hier noch ausgeprägter.
Nach der Ankunft an der Kyoto Station, einem modernen architektonischen Meisterwerk, checkst du in deiner Unterkunft ein. Kyoto bietet alles von modernen Hotels bis zu traditionellen Gästehäusern. Für ein authentisches Kyoto-Erlebnis kannst du in den Vierteln Gion oder Higashiyama übernachten, die für ihre traditionellen Holzhäuser bekannt sind.
Am späten Nachmittag geht es zum Fushimi Inari Taisha Shrine. Nimm von der Kyoto Station die JR Nara Line bis zur Station Inari (eine kurze Direktverbindung, die mit einer IC-Karte bezahlt werden kann). Der berühmte Shinto-Schrein ist für seine tausenden leuchtend orangefarbenen torii-Tore bekannt, die sich den Mount Inari hinaufziehen. Der Ort ist stimmungsvoll und äußerst fotogen; beim Aufstieg eröffnen sich beeindruckende Ausblicke. Du musst nicht die gesamte Strecke laufen – bereits ein Abschnitt durch die Tore ist lohnenswert. Der Eintritt ist kostenlos.
Wenn der Abend näher rückt, erkunde Gion, Kyotos historisches Geisha-Viertel. Spaziere durch die schmalen, von Laternen beleuchteten Gassen, an deren Kanälen traditionelle machiya-Holzhäuser stehen. Mit etwas Glück siehst du eine Geiko (Kyoto-Geisha) oder Maiko (Geisha-Lehrling), die elegant auf dem Weg zu einem Termin ist. Genieße ein traditionelles Kyoto-Abendessen. Viele Restaurants in Gion servieren shojin ryori, eine traditionelle buddhistische vegetarische Küche, die häufig in Tempelunterkünften oder spezialisierten Restaurants angeboten wird. Für eine hochwertige Mahlzeit mit shojin ryori solltest du mit etwa ¥3,000-5,000 (ca. ₹1,680-₹2,800) rechnen. Alternativ kannst du nach Gerichten mit yuba (Tofuhaut), einer Spezialität Kyotos, suchen oder indische und nepalesische Restaurants in der Umgebung ausprobieren.
Tag 4: Kyotos heilige Haine und goldene Pavillons
Widme den Vormittag den Schätzen im Norden Kyotos. Beginne mit Kinkaku-ji (Golden Pavilion), einem Zen-buddhistischen Tempel, dessen oberste zwei Stockwerke vollständig mit Blattgold bedeckt sind. Die Spiegelung des glitzernden Pavillons im Teich gehört zu den berühmtesten Ansichten Kyotos. Komm früh, um die größten Menschenmengen zu vermeiden. Der Eintritt kostet etwa ¥500 (ca. ₹280).
Eine kurze Busfahrt vom Kinkaku-ji bringt dich zum Ryoan-ji Temple, der für seinen rätselhaften Steingarten berühmt ist. In diesem Zen-Garten liegen 15 Steine auf einem Bett aus weißem Kies. Von jedem Blickwinkel aus ist immer mindestens ein Stein verborgen. Der Ort lädt zur stillen Betrachtung ein. Der Eintritt beträgt etwa ¥500 (ca. ₹280).
Am Nachmittag geht es nach Arashiyama am westlichen Stadtrand Kyotos. Nimm die JR Sagano Line bis zur Station Saga-Arashiyama. Die Hauptattraktion ist der atemberaubende Bamboo Grove, ein ruhiger Weg durch hoch aufragende Bambushaine. Besonders an einem stillen Tag ist der Spaziergang ein magisches Erlebnis. Hinter dem Bambuswald kannst du den Tenryu-ji Temple, eine UNESCO-Welterbestätte mit wunderschönen Gärten, besuchen und die malerische Togetsukyo Bridge über den Hozugawa River überqueren.
Zum Mittagessen gibt es in Arashiyama viele kleine Lokale für Touristen. Suche nach Restaurants mit soba oder udon und frage nach, ob kein katsuobushi verwendet wird. Außerdem gibt es mehrere Cafés mit vegetarischen Sandwiches oder Gebäck. In der Gegend findest du möglicherweise auch charmante Restaurants, die auf Tofu spezialisiert sind.
Verbringe den späten Nachmittag auf dem Nishiki Market, bekannt als „Kyotos Küche“. Die schmale Einkaufsstraße ist voller mehr als hundert Geschäfte und Restaurants. Angeboten wird alles von frischen Meeresfrüchten und regionalen Produkten bis zu traditionellen Süßigkeiten und eingelegtem Gemüse aus Kyoto. Obwohl der Markt vor allem für Meeresfrüchte bekannt ist, findest du viele vegetarierfreundliche Snacks wie matcha-Süßigkeiten (Grüntee), mochi, eingelegtes Gemüse (tsukemono) und frische Tofu-Produkte. Ein Fest für die Sinne und ein hervorragender Ort, um essbare Souvenirs zu kaufen.
Zum Abendessen kannst du die Gegend um dein Hotel erkunden oder für weitere vegetarische Optionen nach Gion zurückkehren. Kyotos kulinarische Szene ist vielfältig, und mit etwas Recherche findest du problemlos leckere vegetarische Gerichte. Führe immer eine Übersetzungs-App oder eine kleine Karte mit, auf der deine Ernährungsanforderungen auf Japanisch erklärt werden.
Tag 5: Nara-Rehe und Osakas kulinarische Kreuzung
Heute steht ein schöner Tagesausflug nach Nara auf dem Programm, bevor du nach Osaka weiterreist. Von der Kyoto Station nimmst du die JR Nara Line bis zur Nara Station (etwa 45 Minuten, mit IC-Karte nutzbar). Nara war Japans erste dauerhafte Hauptstadt und ist für seine freundlichen, frei umherlaufenden Hirsche bekannt.
Nach der Ankunft spazierst du durch den Nara Park, wo tausende Sikahirsche frei herumlaufen. Bei Händlern kannst du für etwa ¥200 (ca. ₹112) „Hirschkekse“ (shika senbei) kaufen und die Tiere füttern. Sei aufmerksam, denn manche Hirsche können ziemlich fordernd sein! Im Nara Park solltest du den Todai-ji Temple besuchen. Dort steht eine gewaltige 15 Meter hohe Buddhastatue aus Bronze, eine der größten Japans. Die Daibutsuden (Halle des Großen Buddha) des Tempels ist das größte Holzgebäude der Welt. Der Eintritt zum Todai-ji kostet etwa ¥600 (ca. ₹336).
Ebenfalls im Nara Park liegt der Kasuga Taisha Shrine, ein wunderschöner Shinto-Schrein, der für seine tausenden bronzenen und steinernen Laternen bekannt ist. Der Weg durch den Wald, gesäumt von moosbedeckten Steinlaternen, wirkt besonders stimmungsvoll. Der Eintritt zum inneren Heiligtum beträgt etwa ¥500 (ca. ₹280), während das äußere Gelände kostenlos zugänglich ist.
Nach einem erfüllten Vormittag in Nara kannst du ein schnelles vegetarisches Mittagessen genießen (Udon, Soba oder eine mitgebrachte Mahlzeit) und anschließend zur Nara Station zurückkehren. Von Nara fährst du mit einem JR-Zug (Yamatoji Line) direkt zur Shin-Osaka Station oder nach Osaka-Namba, je nach Lage deines Hotels (etwa 45-60 Minuten, mit IC-Karte nutzbar). Checke in deinem Hotel in Osaka ein. Die Stadt ist für ihre lebhafte Energie und ihre hervorragende Gastronomieszene bekannt.
Wenn der Abend hereinbricht, erwartet dich in Dotonbori, Osakas berühmtem Unterhaltungs- und Gastronomieviertel, eine wahre Reizüberflutung. Überall leuchten Neonreklamen und riesige animierte Schilder wie der Glico Running Man, dazu herrscht eine elektrisierende Atmosphäre. Dotonbori ist das kulinarische Herz Osakas und berühmt für takoyaki (Oktopusbällchen) und okonomiyaki (herzhafte Pfannkuchen). Takoyaki fällt für Vegetarier aus, doch häufig findest du vegetarisches okonomiyaki oder yakisoba (gebratene Nudeln), wenn du „no meat, no fish flakes“ bestellst (niku nashi, katsuobushi nashi). Viele auf okonomiyaki spezialisierte Restaurants bereiten das Gericht direkt am Tisch zu, sodass du die Zutaten überprüfen kannst. Suche auch nach rein vegetarischen Restaurants, die sich beispielsweise über Apps wie HappyCow finden lassen. Ein sättigendes Abendessen in Dotonbori kostet zwischen ¥1,500-3,000 (ca. ₹840-₹1,680).
Tag 6: Osakas Pracht und Vorbereitungen für die Abreise
Beginne deinen letzten vollständigen Tag mit einem Besuch von Osaka Castle. Die prächtige Burg mit ihren imposanten Steinmauern und Wassergräben ist eines der berühmtesten Wahrzeichen Japans. Der heutige Hauptturm ist eine moderne Rekonstruktion, beherbergt aber ein informatives Museum zur Geschichte der Burg und zu Toyotomi Hideyoshi, der sie ursprünglich erbauen ließ. Vom obersten Stockwerk bietet sich eine hervorragende Aussicht. Der Eintritt zum Burgturm kostet etwa ¥600 (ca. ₹336). Nimm dir ein paar Stunden Zeit für das Burggelände und den angrenzenden Nishinomaru Garden.
Nach dem Schloss kannst du in Osakas Einkaufs- und Unterhaltungswelt eintauchen. Fahre nach Umeda, dem geschäftigen Geschäfts- und Einkaufsviertel der Stadt. Besuche das Umeda Sky Building und genieße vom Floating Garden Observatory einen weiteren beeindruckenden Panoramablick über Osaka. Der Eintritt beträgt etwa ¥1,500 (ca. ₹840). Erkunde anschließend die riesigen unterirdischen Einkaufszentren rund um Osaka/Umeda Station, in denen du alles von Mode bis Elektronik findest.
Zum Mittagessen bietet Umeda unzählige Möglichkeiten. In den Lebensmittelabteilungen der Kaufhäuser (Depachika) gibt es eine große Auswahl; möglicherweise findest du dort vegetarische Bento-Boxen oder Nudelgerichte. Du könntest kushikatsu, frittierte Spieße, probieren, solltest aber sehr genau nach vegetarischen Varianten fragen, da sie normalerweise hauptsächlich Fleisch und Meeresfrüchte enthalten.
Am Nachmittag hast du je nach Flugplan und Abflughafen mehrere Möglichkeiten:
- Wenn du morgen vom Kansai International Airport (KIX) abfliegst: Nutze den Nachmittag für letzte Souvenireinkäufe in Umeda oder Namba. Dort findest du besondere japanische Handwerksprodukte, Snacks und Mode. Lass den Tag ruhig ausklingen und bereite dein Gepäck vor. Denke daran, für Freunde und Familie zu Hause noch etwas Omiyage (Souvenirs/Geschenke) zu kaufen.
- Wenn du morgen von Tokyo (NRT/HND) abfliegst: Heute Nachmittag musst du mit dem Shinkansen zurück nach Tokyo fahren. Das ist ein wichtiger Reisetag. Du solltest Osaka spätestens am frühen Nachmittag verlassen, damit du bequem in deinem Hotel in Tokyo einchecken kannst. Die Fahrt dauert ungefähr 3 Stunden.
Für dein letztes Abendessen in Osaka kannst du noch einmal Dotonbori besuchen oder das Viertel Shinsekai mit seinem nostalgischen Charme und den unkomplizierten Restaurants erkunden. Wenn du bereits wieder in Tokyo bist, bietet sich ein letztes Essen in Shinjuku oder die Erkundung eines neuen Stadtteils an.
Zu vermeidender Fehler: Unterschätze die Reisezeit nicht, besonders wenn du für deinen Flug nach Tokyo zurückmusst. Plane immer ausreichend Puffer für Umstiege und unerwartete Verzögerungen ein, auch wenn japanische Züge außerordentlich pünktlich sind.
Tag 7: Abreise über Kansai – oder schnelle Rückkehr nach Tokyo
Deine 7-tägige Japanreise endet heute.
Option A: Abflug vom Kansai International Airport (KIX) Wenn du ein Open-Jaw-Ticket gebucht hast und von KIX abfliegst, bist du hervorragend aufgestellt. Vom Zentrum Osakas (z. B. von den Stationen Namba oder Tennoji) nimmst du den Nankai Rapid Express oder den JR-Haruka-Zug direkt nach KIX. Die Fahrt dauert ungefähr 35-50 Minuten und kostet etwa ¥900-1,200 (ca. ₹504-₹672). Plane ausreichend Zeit für Check-in und Sicherheitskontrolle ein, insbesondere bei internationalen Flügen. Genieße vor dem Abflug noch ein letztes japanisches Frühstück im Hotel oder am Flughafen.
Option B: Rückkehr nach Tokyo für den Abflug (NRT/HND) Wenn dein Flug von Tokyo abfliegt, ist der heutige Tag hauptsächlich ein Reisetag. Plane einen frühen Start ein. Nimm den Shinkansen von der Shin-Osaka Station zurück zur Tokyo Station (ca. 3 Stunden). Von der Tokyo Station musst du anschließend für NRT in den Narita Express (N'EX) oder den Keisei Skyliner umsteigen (ca. 60-90 Minuten) oder für HND die Keikyu Line beziehungsweise die Tokyo Monorail nehmen (ca. 20-30 Minuten). Die gesamte Reise von Osaka zu den Flughäfen in Tokyo kann inklusive Umstiegen 4.5 bis 6 Stunden dauern. Berücksichtige dies bei der Planung deiner Abflugzeit. Für die frühe Abfahrt am Morgen solltest du deine Shinkansen-Tickets am besten im Voraus buchen. Nimm ein leichtes Frühstück zu dir und kaufe dir für das Mittagessen im Zug ein ekiben (Bento-Box vom Bahnhof). Vollständig vegetarische ekiben sind schwerer zu finden, aber in den Bahnhof-Convenience-Stores bekommst du möglicherweise Reisbällchen (onigiri) mit Umeboshi (eingelegten Pflaumen) oder Kombu (Seetang) sowie Gemüsesandwiches.
Unabhängig vom Abflugort solltest du die beeindruckenden Erlebnisse in Japan noch einmal Revue passieren lassen – von Tokyos futuristischer Energie über Kyotos ruhige Schönheit bis zur lebhaften kulinarischen Szene Osakas. Du hast eine neue Kultur kennengelernt, jahrhundertealte Traditionen entdeckt und moderne Wunder erlebt – und dabei gleichzeitig dein Budget und deine Ernährungsbedürfnisse im Blick behalten.
Vegetarisches und halal-freundliches Essen: Dein Leitfaden für entspanntes Essen
Eine der größten Sorgen indischer und bangladeschischer Reisender in Japan ist häufig die Suche nach geeignetem Essen. Japan ist traditionell nicht besonders vegetarierfreundlich, doch das Bewusstsein dafür wächst. Mit einigen Strategien kannst du dich problemlos und gut ernähren.
Wichtige Sätze und Apps:
- Lerne einige wichtige japanische Redewendungen: „Watashi wa bejitarian desu“ (Ich bin Vegetarier), „Niku n
Kommentare
Noch keine Bewertungen — seien Sie die erste!



