
Goshiki-numa: die fünf Farbteiche von Urabandai
Entdecke die Goshiki-numa-Teiche mit ihren wechselnden Farben, Waldwegen und Möglichkeiten, den Besuch mit Fukushima zu verbinden.
25. Aug. 2026·✍️ olablog·⏱ 8 Min. Lesezeit
Entdecke die Goshiki-numa-Teiche mit ihren wechselnden Farben, Waldwegen und Möglichkeiten, den Besuch mit Fukushima zu verbinden.
Eine Landschaft wie aus einer anderen Welt in den Bergen von Fukushima
Auf der Hochebene von Urabandai im Norden der Präfektur Fukushima scheint eine Reihe kleiner Teiche mit jedem Schritt ihre Farbe zu verändern. Je nach Mineralzusammensetzung, Tiefe, Himmel und Licht können sie smaragdgrün, türkisblau, kobaltblau oder rötlich schimmern.
Diese Landschaft trägt den Namen Goshiki-numa, was meist mit „Teiche in fünf Farben“ übersetzt wird. Es handelt sich nicht um fünf identische Seen, sondern um mehrere Gewässer, die durch einen Waldweg miteinander verbunden sind. Zu den bekanntesten zählen Bishamon-numa, Benten-numa, Rurinuma, Aonuma und Akanuma.
Der Ursprung dieser Landschaft geht auf den Ausbruch des Berges Bandai im Jahr 1888 zurück. Erdrutsche und vulkanisches Material blockierten Wasserläufe und veränderten das Tal. So entstanden Seen und Teiche mit unterschiedlichen Mineralkonzentrationen. Seitdem hat die Natur das Gebiet mit Wäldern, Moos und alpiner Vegetation überzogen.
Ein Besuch lässt sich sehr gut mit einer Reise durch Tohoku verbinden: Die Gegend ist ruhig, fotogen und deutlich weniger städtisch geprägt als die großen Reiseziele Japans. Hierher kommt man nicht, um Sehenswürdigkeiten von einer Liste abzuhaken, sondern um langsam zu wandern und zu beobachten, wie sich die Landschaft mit der Zeit und dem Wetter verändert.
Der Wanderweg von Goshiki-numa
Die Hauptroute führt durch einen Wald aus Buchen und Nadelbäumen. Unterwegs gibt es kleinere An- und Abstiege, Wurzeln und einige unebene Abschnitte. Die Strecke gilt normalerweise nicht als anspruchsvoll, dennoch sind geschlossene Schuhe mit gutem Profil empfehlenswert – besonders nach Regen oder während der Schneeschmelze.
Der Weg verbindet mehrere Teiche und nimmt je nach Pausen und Gehgeschwindigkeit etwa eineinhalb bis zwei Stunden in Anspruch. Du musst ihn nicht von Anfang bis Ende gehen, um die Gegend zu genießen: Jeder Aussichtspunkt bietet eine andere Perspektive, und schon die ersten Teiche sind den Ausflug wert.
Bishamon-numa ist einer der beliebtesten Orte. In der Saison kann man auf dem Wasser Boote mieten und mit dem Berg Bandai im Hintergrund rudern. Ob der Verleih geöffnet ist, hängt von der Jahreszeit und den Wetterbedingungen ab. Es empfiehlt sich daher, dies vor Ort zu bestätigen.
Entlang des Weges findest du kleine Abzweigungen, Bänke und Beobachtungsplätze. Bestimmte Farbtöne sind nicht garantiert: Ein bewölkter Morgen kann eine völlig andere Atmosphäre schaffen als ein klarer Tag. Gerade diese Veränderlichkeit macht den Reiz des Ortes aus.
Was du mitnehmen solltest
- Bequeme, wasserfeste Schuhe.
- Auch in den warmen Monaten eine leichte Jacke.
- Wasser und einen kleinen Snack, besonders außerhalb der Tourismussaison.
- Im Sommer Insektenschutzmittel.
- Eine Kamera oder ein Smartphone mit ausreichend Speicherplatz: Das Licht verändert sich ständig.
- Bargeld, falls ein örtlicher Anbieter keine Karten akzeptiert.
Geh nicht zu nah an den Rand der Teiche und verlasse den Weg nicht. Die Farbe des Wassers entsteht durch Mineralien und natürliche Bedingungen. Es ist kein Ort zum Baden oder Berühren des Wassers.
Anreise ab Tokio und aus anderen Teilen Japans
Der praktischste Ausgangspunkt ist meist Inawashiro, ein günstig gelegener Ort zwischen dem gleichnamigen See und der Hochebene von Urabandai. Von Tokio aus nimmt man normalerweise den Tohoku Shinkansen bis Koriyama und fährt anschließend mit der Ban-etsu West Line bis zum Bahnhof Inawashiro.
Von Inawashiro fahren Busse in Richtung Goshiki-numa. Welche Haltestelle am praktischsten ist, hängt davon ab, ob du am Haupteingang beginnen, Bishamon-numa erreichen oder in der Nähe anderer Unterkünfte in Urabandai aussteigen möchtest. Informiere dich am Bahnhof über die Fahrtrichtung und die Tagesfahrpläne, da die Verbindungen außerhalb der Hauptsaison eingeschränkt sein können.
Du kannst auch mit einem Mietwagen anreisen. Diese Möglichkeit bietet mehr Freiheit, um die Teiche mit dem Inawashiro-See, Museen und Aussichtspunkten in den Bergen zu verbinden. Die Straßen in der Region können durch Schnee, Eis oder saisonale Sperrungen beeinträchtigt sein. Prüfe daher vor der Abfahrt den aktuellen Straßenzustand.
| Option | Ungefähre Strecke | Für wen besonders praktisch |
|---|---|---|
| Zug und Bus | Tohoku Shinkansen bis Koriyama, Ban-etsu West Line bis Inawashiro und anschließend ein Regionalbus | Reisende, die nicht selbst fahren möchten |
| Mietwagen | Ab Koriyama, Fukushima oder Inawashiro über die Straßen von Urabandai | Für alle, die an einem Tag mehrere Orte besuchen möchten |
| Unterkunft in Urabandai | Vorab zu einem Ryokan, Hotel oder einer Pension in der Region anreisen | Reisende, die ohne Eile zu Fuß unterwegs sein möchten |
Fahrzeiten und Frequenzen ändern sich je nach Jahreszeit. Informiere dich vor der Planung des Ausflugs immer bei den offiziellen Verkehrsinformationen und den örtlichen Anbietern.
Die beste Reisezeit
Jede Jahreszeit verwandelt Goshiki-numa in eine andere Landschaft.
Der Frühling kommt später als in den tiefer gelegenen Städten. Durch die Schneeschmelze kann der Boden feucht sein, doch die Wälder beginnen wieder grün zu werden und die Luft ist besonders klar. Es ist eine gute Zeit für einen Besuch mit weniger Menschen, sofern du vorher die Bedingungen auf dem Weg prüfst.
Der Sommer bietet einen kühlen, schattigen Wanderweg. Die Vegetation ist üppig, und der Kontrast zwischen den Blättern und dem Wasser ist besonders eindrucksvoll. Beginne an warmen Tagen früh und nimm ausreichend Wasser mit, da nicht alle Abschnitte über Versorgungsmöglichkeiten verfügen.
Der Herbst ist für viele Reisende die spektakulärste Jahreszeit. Die Wälder färben sich gelb, orange und rot, wodurch die Farben der Teiche noch stärker hervorstechen. Der genaue Zeitpunkt variiert von Jahr zu Jahr, liegt in den höher gelegenen Gebieten aber meist zwischen Mitte Oktober und Anfang November.
Der Winter kann die Region mit Schnee bedecken und den Weg für einen herkömmlichen Besuch ungeeignet machen. Einige Angebote und Straßen sind saisonal nur eingeschränkt verfügbar. Wenn du in dieser Zeit reisen möchtest, solltest du die Zugänglichkeit und die örtlichen Bedingungen im Voraus bestätigen.
Plane für einen ersten Besuch mindestens einen halben Tag ein. Wenn du außerdem ein gemütliches Essen, einen Museumsbesuch oder eine Panoramafahrt mit dem Auto einplanst, kann daraus problemlos ein ganzer Tag werden.
Sehenswertes in der Umgebung
Inawashiro-See
Der Inawashiro-See gilt als einer der großen Seen Fukushimas und bietet offene Ufer, Ausblicke auf den Berg Bandai und eine ganz andere Atmosphäre als die Teiche. Er lässt sich unkompliziert vor oder nach Goshiki-numa in den Ausflug einbauen, besonders wenn du mit dem Auto unterwegs bist.
Morohashi Museum of Modern Art
In der Nähe von Urabandai befindet sich das Morohashi Museum of Modern Art, das für seine Salvador Dalí gewidmete Sammlung und sein harmonisch in die Waldlandschaft integriertes Gebäude bekannt ist. Für einen Regentag oder für alle, die Natur und Kultur verbinden möchten, ist es eine interessante Ergänzung.
Bandai-Azuma Skyline
Diese Panoramastraße durch die Berge zählt zu den großen Attraktionen der Region. Ihre kurvenreiche Strecke führt durch vulkanische Landschaften, Wälder und hoch gelegene Aussichtspunkte. Im Herbst verwandeln rote und goldene Blätter die Fahrt in ein unvergessliches Erlebnis; auch das Titelbild dieses Artikels zeigt genau diese Umgebung.
Ob die Straße zugänglich und geöffnet ist, kann von Schnee, Eis und saisonalen Wartungsarbeiten abhängen. Informiere dich vor der Fahrt über die offiziellen Bedingungen und plane die Strecke nicht so, als würdest du auf einer Stadtstraße unterwegs sein: Die Infrastruktur ist spärlicher, und das Wetter kann sich schnell ändern.
Ein Ausflug zum bewussten Genießen
Goshiki-numa braucht keine großen Einrichtungen und keine endlose Liste an Aktivitäten, um zu beeindrucken. Der Reiz liegt in der Summe vieler Details: der Spiegelung des Himmels im Wasser, der Stille des Waldes, dem wechselnden Farbton jedes Teichs und der Vulkangeschichte, die diese Landschaft erklärt.
Wenn du zum ersten Mal nach Japan reist, ist dies eine hervorragende Möglichkeit, ein natürlicheres und entschleunigteres Tohoku kennenzulernen. In der Reiseziele-Übersicht von OlaChill findest du weitere Informationen zur Routenplanung sowie Tickets und Touren.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Zeit braucht man für einen Besuch von Goshiki-numa?
Für den Hauptweg mit mehreren Pausen solltest du eineinhalb bis zwei Stunden einplanen. Wenn du den Besuch mit Essen, Anreise und weiteren Orten in Urabandai verbinden möchtest, ist ein halber oder sogar ein ganzer Tag sinnvoller.
Ist der Weg für Anfänger geeignet?
Ja, im Allgemeinen ist der Weg einfach, aber nicht vollständig eben. Es gibt Wurzeln, Schlamm und moderate Höhenunterschiede. Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten sich vorher erkundigen, welche Abschnitte zugänglich sind.
Kann man ein Boot mieten?
In Bishamon-numa stehen während eines Teils des Jahres normalerweise Boote zur Verfügung. Der Verleih hängt von der Saison und dem Wetter ab. Daher solltest du dich bei deiner Ankunft vor Ort informieren.
Wann sieht man die Farben des Wassers am besten?
Die Teiche können das ganze Jahr über intensive Farbtöne zeigen, doch Licht, Wolken und Vegetation verändern das Erlebnis stark. Im Herbst kommen die roten und goldenen Blätter hinzu, während der Sommer grüne und schattige Wege bietet.
Kann man Goshiki-numa ohne Auto besuchen?
Ja. Du kannst mit dem Zug bis Inawashiro fahren und anschließend einen Bus nach Urabandai nehmen. Da die Verbindungen eingeschränkt sein können, solltest du die Fahrpläne frühzeitig prüfen und für die Rückfahrt ausreichend Zeit einplanen.
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