
10 Tage in Japan für unter 2 Lakh ₹
Erkunde Japan 10 Tage lang von Indien/Bangladesch aus für unter 2 Lakh ₹. Dieser Budget-Reiseplan deckt Transport, Essen und Unterkunft ab und berücksichtigt vegetarische und Halal-Bedürfnisse.
10. Juli 2026·✍️ olablog·⏱ 18 Min. Lesezeit
Erkunde Japan 10 Tage lang von Indien/Bangladesch aus für unter 2 Lakh ₹. Dieser Budget-Reiseplan deckt Transport, Essen und Unterkunft ab und berücksichtigt vegetarische und Halal-Bedürfnisse.
Japan weckt oft Vorstellungen von teuren Hochgeschwindigkeitszügen und gehobener Küche. Daher glauben viele, eine Reise dorthin sei für preisbewusste Reisende unerreichbar. Mit guter Planung kannst du jedoch die schönsten Seiten dieses faszinierenden Landes erleben, ohne dein Budget zu sprengen. Dieser umfassende 10-Tage-Reiseplan zeigt, wie du Japans lebendige Städte und ruhige Landschaften für weniger als ₹2 Lakh (etwa 200.000 indische Rupien) pro Person erleben kannst – internationale Flüge nicht eingerechnet. Eine unvergessliche Reise ist also durchaus machbar.
Dein Budget von ₹2 Lakh: Was ist enthalten?
Bevor wir in den Reiseplan einsteigen, klären wir zunächst, wofür unser Budget von ₹2 Lakh (etwa BDT 260.000) gedacht ist. Der Betrag deckt deine Ausgaben vor Ort in Japan für 10 Tage ab, darunter Unterkunft, Fern- und Nahverkehr, Essen, Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten sowie ein kleiner Puffer für sonstige Ausgaben. Internationale Flüge von Indien oder Bangladesch nach Japan sind ausdrücklich nicht enthalten, da deren Preise je nach Abflugort, Buchungszeitpunkt und Fluggesellschaft stark schwanken können.
Wir rechnen Anfang 2026 mit einem Wechselkurs von ungefähr ₹0.56 für ¥1 bei indischen Rupien (INR) und etwa BDT 0.73 für ¥1 bei bangladeschischen Taka (BDT). Damit entsprechen ¥1,000 ungefähr ₹560 beziehungsweise BDT 730. Diese Umrechnungen im Blick zu behalten, ist entscheidend, um im Budget zu bleiben. Auch wenn ¥200,000 zunächst großzügig erscheinen mögen, kann Japan erstaunlich erschwinglich sein, wenn du bewusst entscheidest. Es geht nicht nur darum, Geld zu sparen, sondern es sinnvoll für Erlebnisse auszugeben, die einen echten Mehrwert bieten. So fühlt sich deine Reise bereichernd und nicht eingeschränkt an.
Deine Budgetaufteilung könnte ungefähr so aussehen:
| Kategorie | Geschätzte Kosten (¥) | Geschätzte Kosten (ca. ₹) | Geschätzte Kosten (ca. BDT) | Anteil |
|---|---|---|---|---|
| Unterkunft | ¥50,000 | ₹28,000 | BDT 36,500 | 25% |
| Reisen zwischen Städten | ¥45,000 | ₹25,200 | BDT 32,850 | 22.5% |
| Nahverkehr | ¥10,000 | ₹5,600 | BDT 7,300 | 5% |
| Essen & Getränke | ¥60,000 | ₹33,600 | BDT 43,800 | 30% |
| Aktivitäten/Eintritte | ¥25,000 | ₹14,000 | BDT 18,250 | 12.5% |
| Sonstiges/Puffer | ¥10,000 | ₹5,600 | BDT 7,300 | 5% |
| Gesamt | ¥200,000 | ₹112,000 | BDT 146,000 | 100% |
Hinweis: Diese Tabelle zeigt eine Zielaufteilung. Die tatsächlichen Ausgaben können abweichen. Die verbleibenden ~₹88,000 (₹200,000 - ₹112,000) aus dem Budget von ₹2 Lakh bilden einen großzügigen Puffer für internationale Flüge oder ermöglichen höhere Ausgaben in einzelnen Kategorien, falls du besonders günstige Flüge findest.
Wichtig ist, dass das Budget von ₹2 Lakh ausschließlich für die Kosten vor Ort vorgesehen ist. Internationale Flüge von großen indischen Städten wie Delhi oder Mumbai nach Tokyo (Narita oder Haneda) können je nach Saison und Buchungszeitpunkt zwischen ₹40,000 und ₹70,000 oder mehr kosten. Ab Dhaka in Bangladesch liegen die Flugpreise normalerweise in einer ähnlichen Größenordnung. Wer weit im Voraus bucht – insbesondere in der Nebensaison, etwa im Spätherbst oder frühen Frühling und außerhalb der Kirschblütenzeit und der Golden Week –, kann oft günstigere Tarife finden. Es kann außerdem sinnvoll sein, zu einem Flughafen zu fliegen (z. B. Narita) und von einem anderen zurückzufliegen (z. B. Kansai International), sofern dies zum Reiseplan und zu den Flugkosten passt.
Unterkunft: Komfort oder niedrige Kosten?
Die Unterkunft wird einer deiner größten Ausgabenposten sein, doch mit der richtigen Wahl kannst du die Kosten deutlich senken. Bei einem Budget von unter ₹2 Lakh kommen vor allem Businesshotels sowie Hostels und Kapselhotels infrage. Beide Optionen bieten unterschiedliche Vorteile für Reisende aus Indien und Bangladesch, die auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten.
Businesshotels: Praktischer Komfort
Japans Businesshotels sind ein beeindruckendes Beispiel für Effizienz und Sauberkeit. Ketten wie Toyoko Inn, Dormy Inn, APA Hotel und Super Hotel bieten kompakte, gut ausgestattete Zimmer, die oft komfortabler und privater sind als Schlafsäle in Hostels – und trotzdem sehr erschwinglich bleiben. Rechne mit etwa ¥5,000-¥8,000 (₹2,800-₹4,500 / BDT 3,650-BDT 5,840) pro Nacht für ein Einzelzimmer, für ein Zweibett- oder Doppelzimmer etwas mehr. In vielen Hotels ist ein kostenloses Frühstück inbegriffen, was viel Geld sparen kann.
- Vorteile: Privates Bad, häufig inklusive Frühstück, ausgezeichnete Sauberkeit, zuverlässiges WLAN und oft eine Lage in der Nähe von Bahnhöfen. Wer komfortable, private Unterkünfte gewohnt ist, findet hier ein vertrautes Maß an Privatsphäre und Ausstattung.
- Nachteile: Die Zimmer können klein sein, es gibt nur wenige Gemeinschaftsbereiche und die Atmosphäre ist weniger gesellig als im Hostel.
- Buchungstipp: Buche direkt über die japanische Website des Hotels – dort sind die Preise möglicherweise günstiger als auf internationalen Buchungsplattformen. Auf der offiziellen Website von Toyoko Inn gibt es beispielsweise oft exklusive Rabatte für Mitglieder.
Hostels & Kapselhotels: Gesellig und besonders günstig
Hostels in Japan haben wenig mit dem heruntergekommenen Bild zu tun, das manche vielleicht vor Augen haben. Viele sind modern, makellos sauber und bieten verschiedene Optionen – von Schlafplätzen im Mehrbettzimmer bis zu Privatzimmern. Kapselhotels, eine typisch japanische Erfindung, bieten individuelle Schlafkabinen mit Gemeinschaftseinrichtungen und ermöglichen so ein ungewöhnliches Erlebnis zu einem niedrigen Preis.
- Schlafplatz im Hostel: Rechne mit ¥3,000-¥4,500 (₹1,680-₹2,520 / BDT 2,190-BDT 3,285) pro Nacht. Viele Hostels haben reine Frauenschlafsäle, was für alleinreisende Frauen angenehm sein kann.
- Privatzimmer im Hostel: Ein privates Zweibett- oder Doppelzimmer im Hostel kostet etwa ¥6,000-¥10,000 (₹3,360-₹5,600 / BDT 4,380-BDT 7,300) pro Nacht. Du hast damit mehr Privatsphäre als im Schlafsaal und kannst trotzdem die Gemeinschaftsküche und Aufenthaltsbereiche nutzen.
- Kapselhotel: Üblicherweise ¥3,000-¥5,000 (₹1,680-₹2,800 / BDT 2,190-BDT 3,650) pro Nacht. Ein Erlebnis für sich, allerdings nichts für Menschen mit Platzangst.
- Vorteile: Sehr günstig, ideal, um andere Reisende kennenzulernen, oft mit Gemeinschaftsküchen zur Selbstversorgung (eine weitere große Sparmöglichkeit) und zentraler Lage.
- Nachteile: Weniger Privatsphäre, Gemeinschaftsbäder und möglicherweise Lärm, insbesondere in Schlafsälen.
- Buchungstipp: Nutze Websites wie Booking.com, Hostelworld oder Agoda. Achte auf Hostels mit guten Bewertungen für Sauberkeit und Lage.
Für unser Budget von ₹2 Lakh bietet sich eine Mischung an: Verbringe vielleicht einige Nächte im Schlafsaal eines Hostels oder in einem Kapselhotel, um Geld zu sparen und etwas Besonderes zu erleben, und kombiniere das mit Übernachtungen in Businesshotels für mehr Komfort und Privatsphäre – vor allem nach langen Reisetagen. Wenn ihr als Paar reist, kostet ein Zweibettzimmer im Businesshotel pro Person oft ähnlich viel oder sogar weniger als zwei getrennte Schlafplätze im Schlafsaal und bietet dabei deutlich mehr Komfort.
Japan entdecken: Clever unterwegs
Japans öffentlicher Nahverkehr ist für seine Effizienz und Pünktlichkeit weltberühmt. Reisen zwischen Städten, insbesondere mit dem Shinkansen, können das Budget jedoch schnell belasten. Eine sorgfältige Planung und die Wahl der passenden Fahrkarten und Pässe sind daher entscheidend.
Das Dilemma mit dem Japan Rail Pass
Viele Jahre lang war der Japan Rail Pass die Standardwahl für Touristen. Nach der deutlichen Preiserhöhung Ende 2023 ist er für eine 10-tägige Reise jedoch oft nicht mehr die günstigste Option – insbesondere bei einer Route, die sich auf eine bestimmte Region wie Tokyo, Kyoto und Osaka konzentriert. Ein 7-Tage-JR Pass kostet im Jahr 2026 ¥50,000 (₹28,000 / BDT 36,500). Für eine 10-tägige Reise durch die Regionen Kanto (Tokyo) und Kansai (Kyoto/Osaka) sind einzelne Shinkansen-Tickets in Kombination mit regionalen Pässen für den Nahverkehr häufig günstiger oder ähnlich teuer und bieten mehr Flexibilität.
Rechnen wir eine typische Hin- und Rückfahrt Tokyo–Kyoto–Tokyo kurz durch:
- Tokyo nach Kyoto (einfache Fahrt, nicht reservierter Sitzplatz): ~¥13,500
- Kyoto nach Tokyo (einfache Fahrt, nicht reservierter Sitzplatz): ~¥13,500
- Gesamtkosten für die Hin- und Rückfahrt: ~¥27,000 (₹15,120 / BDT 19,710)
Das ist deutlich weniger als die ¥50,000 für einen 7-Tage-JR Pass. Damit sich der Pass lohnt, müsstest du innerhalb dieser 7 Tage noch mehrere längere JR-Fahrten unternehmen. Für unseren 10-Tage-Reiseplan entscheiden wir uns daher für einzelne Shinkansen-Tickets für die wichtigsten Strecken zwischen den Städten und nutzen regionale Pässe für die Erkundung vor Ort.
Regionale Pässe und Nahverkehr
Statt eines landesweiten JR Passes solltest du dich auf regionale Pässe und IC-Karten für den Nahverkehr konzentrieren:
Tokyo:
- Tokyo Metro 24/48/72-hour Ticket: Mit diesen Pässen kannst du während ihrer Gültigkeitsdauer unbegrenzt die Linien der Tokyo Metro und der Toei Subway nutzen. Ein 72-Stunden-Ticket kostet etwa ¥1,500 (₹840 / BDT 1,095) und bietet einen hervorragenden Gegenwert, wenn du viele Sehenswürdigkeiten besuchst.
- IC-Karte (Suica/Pasmo): Ähnlich wie die Smartcard der Delhi Metro ist eine IC-Karte für den Nahverkehr unverzichtbar. Du lädst Geld auf die Karte und hältst sie beim Ein- und Aussteigen einfach an das Lesegerät. Sie funktioniert in großen Städten in fast allen Zügen (JR, Metro und privaten Bahnlinien) und Bussen sowie für Einkäufe in Convenience Stores. Du kannst sie an jedem größeren Bahnhof gegen eine ¥500 (₹280 / BDT 365) erstattbare Kaution plus den gewünschten Aufladebetrag kaufen. Rabatte gibt es zwar nicht, dafür ist sie ausgesprochen praktisch.
- JR-Linien in Tokyo: Für JR-Linien innerhalb Tokyos, etwa die Yamanote Line, ist die IC-Karte die einfachste Lösung. Einzelne Tickets sind ebenfalls erhältlich.
Kansai (Kyoto/Osaka):
- JR West Kansai Area Pass: Dieser Pass (1 bis 4 Tage) gilt für JR-Züge in der Kansai-Region, einschließlich des Haruka Limited Express zum und vom Kansai Airport sowie der lokalen JR-Linien zwischen Kyoto, Osaka, Nara und Kobe. Ein 4-Tage-Pass kostet etwa ¥7,000 (₹3,920 / BDT 5,110). Er ist besonders interessant, wenn du umfangreiche Tagesausflüge innerhalb von Kansai mit JR-Linien planst.
- Kansai Thru Pass: Dieser Pass (2 oder 3 Tage) ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit privaten, nicht zu JR gehörenden Bahnen, U-Bahnen und Bussen in der Kansai-Region (Kyoto, Osaka, Nara, Kobe, Himeji). Ein 3-Tage-Pass kostet etwa ¥5,600 (₹3,136 / BDT 4,088). Er eignet sich ideal, wenn du überwiegend Verkehrsmittel außerhalb des JR-Netzes nutzt, die für bestimmte Sehenswürdigkeiten manchmal direkter sind.
- IC-Karte (ICOCA): Das Kansai-Pendant zu Suica/Pasmo. Du kannst deine Suica-/Pasmo-Karte in Kansai und umgekehrt verwenden, da die Karten miteinander kompatibel sind.
Für unseren Budget-Reiseplan nutzen wir in Tokyo hauptsächlich eine IC-Karte für JR-Linien und Busse sowie ein Tokyo Metro 72-hour Ticket. Anschließend entscheiden wir je nach konkretem Kansai-Reiseplan zwischen dem JR West Kansai Area Pass und dem Kansai Thru Pass oder verlassen uns bei wenigen Fahrten einfach auf die IC-Karte. Entscheidend ist, zu berechnen, welche Option für deine konkreten Wege das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Tickets für Reisen zwischen Städten buchen:
Shinkansen-Tickets kannst du an jedem JR-Ticketschalter (Midori-no-Madoguchi) in größeren Bahnhöfen oder an Fahrkartenautomaten kaufen. Die Automaten sind einfach zu bedienen, und Unterstützung auf Englisch ist normalerweise verfügbar. Als Vergleich zu Indien kannst du dir die Buchung eines Tickets für den Rajdhani Express vorstellen: Du kannst es spontan kaufen, aber eine Buchung ein oder zwei Tage im Voraus sichert dir die gewünschte Abfahrtszeit. Eine Online-Buchung ist ebenfalls über die offiziellen Websites von JR-Central oder JR-West möglich und kann bei der Planung hilfreich sein.
Fehler, die du vermeiden solltest:
- Zu häufige Taxifahrten: Taxis sind in Japan sehr teuer. Nutze sie nur im Notfall oder wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel verfügbar sind.
- Den falschen Pass kaufen: Kaufe keinen Pass nur, weil es ihn gibt. Vergleiche immer die Kosten der einzelnen geplanten Fahrten mit dem Preis des Passes.
- Die IC-Karte vergessen: Behandle deine IC-Karte wie dein Portemonnaie – sie ist der Schlüssel zu einem unkomplizierten Nahverkehr.
Japan mit kleinem Budget genießen: Essen für alle
Essen gehört zu den Höhepunkten jeder Japanreise und muss glücklicherweise nicht teuer sein. Mit ein wenig Vorbereitung können auch vegetarische und Halal-Reisende aus Indien und Bangladesch köstliche Mahlzeiten genießen.
Günstige Essensmöglichkeiten
- Convenience Stores (Konbini): FamilyMart, 7-Eleven und Lawson sind deine besten Freunde. Sie bieten eine beeindruckende Auswahl an frischen, günstigen und überraschend hochwertigen Speisen: Onigiri (Reisbällchen), Sandwiches, Bento-Boxen, Salate, Instant-Ramen, Gebäck und warme Snacks wie Karaage (frittiertes Hähnchen). Viele haben Sitzbereiche und kostenloses WLAN. Eine Mahlzeit kostet etwa ¥300-¥700 (₹168-₹392 / BDT 219-BDT 511).
- Supermärkte: Besonders kurz vor Ladenschluss bieten Supermärkte vergünstigte Bento-Boxen und fertige Mahlzeiten an. Das ist ideal für ein Abendessen oder ein Lunchpaket für einen Tagesausflug.
- Donburi-Ketten: Yoshinoya, Sukiya und Matsuya gibt es praktisch überall. Sie servieren Reisschalen (Donburi) mit verschiedenen Toppings. Zwar sind viele Gerichte fleischhaltig, doch oft gibt es vegetarierfreundliche Optionen wie Schalen mit Natto (fermentierten Sojabohnen) oder einfachen Curryreis. Eine Mahlzeit kostet hier normalerweise ¥400-¥800 (₹224-₹448 / BDT 292-BDT 584).
- Ramen- sowie Udon-/Soba-Läden: Einige Ramen-Läden bieten vegetarische Brühen an, allerdings ist das eher selten. Udon und Soba (Weizen- beziehungsweise Buchweizennudeln) sind oft die bessere Wahl. Halte Ausschau nach „Tempura Soba/Udon“ (mit frittiertem Gemüse) oder „Kitsune Udon“ (mit frittiertem Tofu), aber frage immer nach, ob die Brühe Dashi (Fischsud) enthält. Eine Schüssel kostet etwa ¥600-¥1,200 (₹336-₹672 / BDT 438-BDT 876).
- Lebensmittelabteilungen von Kaufhäusern (Depachika): Diese Feinkostabteilungen sind wahre Paradiese für Gourmets und bieten oft fantastische Bento-Boxen, Sushi, Salate und Desserts. Einige Produkte sind zwar teuer, doch besonders ein oder zwei Stunden vor Ladenschluss findest du ausgezeichnete Angebote, da frische Speisen dann reduziert werden.
Vegetarische und Halal-Ernährung: Praktische Tipps
Für viele Besucher aus Indien und Bangladesch ist dies ein wichtiges Thema. Vegetarismus ist in Japan weniger verbreitet als in Indien, und für wirklich halal-konformes Essen ist eine entsprechende Zertifizierung nötig. Mit etwas Aufmerksamkeit lässt sich die Reise dennoch gut bewältigen.
- Dashi (出汁): Die größte Herausforderung für Vegetarier ist Dashi, ein Grundsud aus Bonitoflocken (Fisch) und Kombu (Kelp). Es steckt in fast allem: Misosuppe, Ramen-Brühe, Saucen und sogar in Gerichten, die auf den ersten Blick vegetarisch wirken.
- Strategie: Lerne die Fragen „Dashi wa haitte imasu ka?“ (Enthält es Dashi?) oder „Katsuobushi wa haitte imasu ka?“ (Enthält es Bonitoflocken?). Ein einfacherer und weithin verständlicher Satz ist: „Watashi wa bejitarian desu. Niku to sakana o tabemasen.“ (Ich bin Vegetarier. Ich esse kein Fleisch und keinen Fisch.)
- Vegetarierfreundliche Optionen:
- Tempura: Viele Restaurants bieten Gemüse-Tempura an. Bestelle ausdrücklich „Yasai tempura“ (Gemüse-Tempura) und frage nach, ob die Dip-Sauce Dashi enthält.
- Tofu: Tofu-Gerichte sind weit verbreitet, insbesondere Agedashi Tofu (frittierter Tofu in Brühe) oder Yudofu (gekochter Tofu). Prüfe auch hier die Brühe.
- Curryreis: Coco Ichibanya, eine beliebte Curry-Kette, bietet eine spezielle „Vegetable Curry“-Option an, deren Sauce als fleisch- und fischfrei zertifiziert ist. Schärfegrad und Toppings kannst du selbst wählen. Das ist eine zuverlässige und köstliche Option.
- Shojin Ryori: Die traditionelle buddhistische Tempelküche ist vollständig vegetarisch und vegan. Sie ist zwar oft etwas teurer, bietet aber besonders in Kyoto ein authentisches Erlebnis.
- Convenience Stores/Supermärkte: Die sicherste Wahl. Suche nach einfachen Onigiri (Salz, Pflaume), Brot, Salaten (Dressing prüfen), Obst und Gemüsesnacks. Bei vielen verpackten Lebensmitteln sind die Zutaten klar aufgeführt.
- Halal-Optionen:
- Japan hat zunehmend mehr halal-zertifizierte Restaurants, insbesondere in Großstädten wie Tokyo und Kyoto, die auf die wachsende Zahl muslimischer Touristen eingestellt sind. Websites wie Halal Gourmet Japan oder die Suche nach „Halal [city name] Japan“ sind äußerst hilfreich.
- Gebetsräume: Große Flughäfen und einige Sehenswürdigkeiten bieten inzwischen Gebetsräume an.
- Allgemeiner Tipp: Wenn du unsicher bist, beschränke dich auf Meeresfrüchte (sofern erlaubt), vegetarische Gerichte (nach sorgfältiger Prüfung auf Dashi) oder Selbstversorgung mit Produkten aus dem Supermarkt. Einige Instantnudeln oder Snacks von zu Hause mitzunehmen (achte auf die Zollbestimmungen), kann ebenfalls beruhigend sein.
- Sojasauce: Die meisten Sojasaucen enthalten Weizen, sind ansonsten aber unproblematisch. Einige traditionelle Sojasaucen können Alkohol enthalten.
Fallbeispiel: Ein günstiger Essenstag
- Frühstück: Onigiri und Kaffee von 7-Eleven: ¥400 (₹224 / BDT 292)
- Mittagessen: Gemüse-Curry bei Coco Ichibanya: ¥800 (₹448 / BDT 584)
- Abendessen: Reduzierte Bento-Box aus dem Supermarkt: ¥600 (₹336 / BDT 438)
- Snacks/Getränke: ¥500 (₹280 / BDT 365)
- Gesamt: ¥2,300 (₹1,288 / BDT 1,679) für den Tag. Damit bleibst du deutlich unter unserem täglichen Essensbudget von ¥6,000.
Dein 10-Tage-Musterreiseplan: Tokyo, Kyoto & Osaka
Dieser Reiseplan verbindet berühmte Sehenswürdigkeiten mit praktischen Überlegungen zum Budget und setzt auf effiziente Fortbewegung und kostengünstige Erlebnisse.
Tag 1: Ankunft in Tokyo und Erkundung von Shinjuku
- Vormittag/Nachmittag: Ankunft am Narita (NRT) oder Haneda (HND) Airport.
- Ab NRT: Nimm den Keisei Access Express oder den Narita Express (N'EX). Der Keisei Access Express nach Ueno/Nippori ist günstiger (ca. ¥1,200-¥1,600 / ₹672-₹896). Der N'EX ist schneller zu wichtigen JR-Bahnhöfen (ca. ¥3,000 / ₹1,680).
- Ab HND: Nimm die Keikyu Line oder den Tokyo Monorail. Beide Optionen sind günstig (ca. ¥500-¥700 / ₹280-₹392) und bieten Anschluss an U-Bahn- und JR-Linien.
- Unterkunft: Checke in deinem Businesshotel (z. B. Toyoko Inn Shinjuku) oder Hostel in Shinjuku beziehungsweise in einer gut angebundenen Gegend ein. Kaufe bei deiner Ankunft am Bahnhof eine Suica-/Pasmo-IC-Karte.
- Nachmittag: Erkunde Shinjuku. Besuche das Tokyo Metropolitan Government Building und genieße kostenlos den Panoramablick über die Stadt (ähnlich wie der Blick von einem Wolkenkratzer in Mumbai/Dhaka, nur kostenlos). Spaziere durch den Shinjuku Gyoen National Garden (Eintritt ¥500 / ₹280).
- Abend: Erlebe die lebhafte Atmosphäre von Shinjuku. Abendessen in einem günstigen Restaurant oder im Convenience Store.
- Kosten:
- Flughafentransfer: ~¥1,500 (₹840)
- Unterkunft: ~¥7,000 (₹3,920)
- Essen: ~¥2,500 (₹1,400)
- Aktivitäten: ~¥500 (₹280)
- Nahverkehr (erste Aufladung der IC-Karte): ¥2,000 (₹1,120)
- Gesamtkosten Tag 1: ~¥13,500 (₹7,560)
Tag 2: Tokyos kulturelles Herz und elektronische Welt
- Vormittag: Fahre nach Asakusa. Besuche den Senso-ji Temple, Tokyos ältesten Tempel, und erkunde den Markt an der Nakamise-dori (Eintritt frei).
- Mittagessen: Suche in Asakusa nach kleinen Lokalen mit Soba, Udon oder Tempura.
- Nachmittag: Nimm die U-Bahn nach Akihabara, Tokyos Elektronikviertel. Stöbere in Elektronik-, Anime- und Manga-Läden. Auch ohne etwas zu kaufen, ist die Atmosphäre einzigartig.
- Abend: Erkunde die berühmte Shibuya-Kreuzung und die Hachiko-Statue. Abendessen in Shibuya.
- Kosten:
- Unterkunft: ~¥7,000 (₹3,920)
- Essen: ~¥2,500 (₹1,400)
- Nahverkehr (mit der IC-Karte): ~¥800 (₹448)
- Aktivitäten: Kostenlos
- Gesamtkosten Tag 2: ~¥10,300 (₹5,768)
Tag 3: Kaiserliche Geschichte und Harajuku-Trends
- Vormittag: Besuche den Imperial Palace East Garden (Eintritt frei), der zum Gelände des früheren Edo Castle gehört.
- Später Vormittag: Erkunde Ginza, Tokyos elegantes Einkaufsviertel. Schaufensterbummel kostet nichts!
- Mittagessen: Hol dir ein Bento aus einer Depachika eines Kaufhauses in Ginza.
- Nachmittag: Erlebe die Jugendkultur in Harajuku. Spaziere durch die Takeshita Street und besuche den Meiji Jingu Shrine (Eintritt frei), eine ruhige Oase.
- Abend: Abendessen in Harajuku oder Shinjuku.
- Kosten:
- Unterkunft: ~¥7,000 (₹3,920)
- Essen: ~¥2,000 (₹1,120)
- Nahverkehr (mit der IC-Karte): ~¥700 (₹392)
- Aktivitäten: Kostenlos
- Gesamtkosten Tag 3: ~¥9,700 (₹5,432)
Tag 4: Tagesausflug nach Hakone (ein besonderer Luxus)
- Vormittag: Heute gönnen wir uns etwas Besonderes. Nimm den Odakyu Romancecar von Shinjuku nach Hakone-Yumoto (ca. 1.5-2 Stunden). Kaufe den Hakone Free Pass (ca. ¥6,100 / ₹3,416 für 2 Tage; wir nutzen ihn jedoch für einen kompakten Tagesausflug). Der Pass deckt alle örtlichen Verkehrsmittel in Hakone ab: Seilbahn, Luftseilbahn, Piratenschifffahrt auf dem Lake Ashi und Bus.
- Hakone-Rundfahrt: Nimm die Hakone Tozan Railway, die Hakone Cable Car und die Hakone Ropeway (an klaren Tagen mit atemberaubendem Blick auf den Mt. Fuji), fahre über den Lake Ashi und besuche das Hakone Open-Air Museum (Eintritt ~¥1,600 / ₹896).
- Mittagessen: Eine einfache Mahlzeit in Hakone.
- Abend: Rückkehr nach Tokyo.
- Kosten:
- Unterkunft (Tokyo): ~¥7,000 (₹3,920)
- Hakone Free Pass: ~¥6,100 (₹3,416)
- Hakone Open-Air Museum: ~¥1,600 (₹896)
- Essen: ~¥2,500 (₹1,400)
- Gesamtkosten Tag 4: ~¥17,200 (₹9,632)
Tag 5: Weiterreise nach Kyoto und Erkundung von Gion
- Vormittag: Checke aus deiner Unterkunft in Tokyo aus. Fahre zum Tokyo Station.
- Shinkansen nach Kyoto: Nimm den Nozomi Shinkansen (schneller, aber nicht im JR Pass enthalten) oder den Hikari/Kodama (langsamer, bei Einzel tickets aber zum gleichen Preis). Kaufe ein Ticket für einen nicht reservierten Sitzplatz, um etwas zu sparen. (Ca. ¥13,500 / ₹7,560.) Die Fahrt dauert etwa 2.5-3 Stunden. Denke daran: Ein Shinkansen-Ticket zu kaufen ist unkompliziert – ähnlich wie der Kauf eines Zugtickets an einem IRCTC-Schalter. Du kannst es direkt am Bahnhof erwerben.
- Nachmittag: Ankunft in Kyoto. Checke in deinem Hostel oder Businesshotel in der Nähe des Kyoto Station oder in einer gut angebundenen Gegend ein.
- Später Nachmittag/Abend: Erkunde Gion, Kyotos Geisha-Viertel. Spaziere durch die historischen Straßen und entdecke vielleicht eine Geiko oder Maiko. Abendessen in Gion, entweder in einem günstigen Lokal oder mit einem Bento aus dem Convenience Store.
- Kosten:
- Shinkansen nach Kyoto: ~¥13,500 (₹7,560)
- Unterkunft: ~¥7,000 (₹3,920)
- Essen: ~¥2,500 (₹1,400)
- Nahverkehr (mit der IC-Karte): ~¥500 (₹280)
- Aktivitäten: Kostenlos
- Gesamtkosten Tag 5: ~¥23,500 (₹13,160)
Tag 6: Kyotos Tempel und Bambuswald
- Vormittag: Besuche den Fushimi Inari Taisha (Eintritt frei), berühmt für seine Tausenden zinnoberroten Torii-Tore. Spaziere über die malerischen Wege.
- Mittagessen: Rund um Fushimi Inari gibt es viele Streetfood-Stände und kleine Restaurants.
- Nachmittag: Fahre nach Arashiyama. Spaziere durch den berühmten Bamboo Grove (Eintritt frei). Besuche den Tenryu-ji Temple (Eintritt ¥500 / ₹280) oder, wenn es die Zeit erlaubt, weitere Tempel in der Umgebung.
- Abend: Rückkehr ins Zentrum von Kyoto. Bereite dein Abendessen in der Gemeinschaftsküche des Hostels selbst zu oder kaufe eine Mahlzeit im Supermarkt.
- Kosten:
- Unterkunft: ~¥7,000 (₹3,920)
- Essen: ~¥2,000 (₹1,120)
- Nahverkehr (mit IC-Karte/Buspass): ~¥1,000 (₹560)
- Aktivitäten: ~¥500 (₹280)
- Gesamtkosten Tag 6: ~¥10,500 (₹5,880)
Tag 7: Goldener Pavillon und traditionelle Gärten
- Vormittag: Besuche
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