
Dem Monsun entkommen
Entdecke, warum Juni und Juli für Reisende aus Indien und Bangladesch eine clevere Zeit für eine Japanreise sind – mit einzigartigen Erlebnissen, Sparmöglichkeiten und dem trockenen Sommer Hokkaidos.
10. Juli 2026·✍️ olablog·⏱ 20 Min. Lesezeit
Entdecke, warum Juni und Juli für Reisende aus Indien und Bangladesch eine clevere Zeit für eine Japanreise sind – mit einzigartigen Erlebnissen, Sparmöglichkeiten und dem trockenen Sommer Hokkaidos.
Für viele Reisende aus Indien und Bangladesch weckt die Planung einer internationalen Reise im Juni und Juli zunächst Erinnerungen an die heftigen Monsunregen zu Hause. Japan bietet in diesen Monaten jedoch ein überraschend anderes und oft besonders angenehmes Reiseerlebnis – einschließlich der zauberhaften Hortensienblüte und möglicher Einsparungen. Stell dir vor, du erkundest farbenfrohe, blühende Gärten oder findest im trockenen Sommer Hokkaidos eine willkommene Auszeit, während du eine Zeit bereist, die normalerweise weniger überlaufen ist als die Hauptsaison. Dieser Artikel zeigt dir, wie du für diese oft unterschätzte, aber äußerst lohnende Reisezeit eine unvergessliche und zugleich praktische Japan-Route zusammenstellst.
Japans „Tsuyu“ (Regenzeit) im Vergleich zu unserem Monsun
Wenn wir in Indien und Bangladesch vom Monsun sprechen, denken wir meist an großflächige, heftige Regengüsse, die Reisepläne erheblich beeinträchtigen können. Auch Japan hat eine Regenzeit, die als „Tsuyu“ (梅雨) bekannt ist und vor allem Honshu, Shikoku und Kyushu von Anfang Juni bis Mitte Juli betrifft. Die japanische Tsuyu unterscheidet sich jedoch deutlich von dem, was viele von uns gewohnt sind. Statt tagelang anhaltendem, sintflutartigem Regen bringt sie häufig leichten Nieselregen, kurze Schauer und manchmal sogar klare, sonnige Abschnitte. Die Luftfeuchtigkeit kann zwar hoch sein, doch der Regen ist meist weniger intensiv und besser vorhersehbar als der südasiatische Monsun. Mit etwas Planung sind Aktivitäten im Freien daher weiterhin gut möglich.
Dauer und Stärke der Tsuyu können sich von Jahr zu Jahr und je nach Region unterscheiden. Okinawa liegt weiter südlich und erlebt die Regenzeit früher; dort ist sie oft schon Ende Juni vorbei. Der Norden Japans, insbesondere Hokkaido, bleibt von der Tsuyu weitgehend verschont und bietet eine angenehme, trockene Sommeralternative, die wir noch ausführlicher vorstellen. Dieser Unterschied ist entscheidend: Japans Regenzeit bedeutet nicht automatisch, dass deine Reise ins Wasser fällt. Sie eröffnet vielmehr besondere Möglichkeiten – von den beeindruckenden Blumenmeeren, die sie hervorbringt, bis hin zu weniger Besuchern und besseren Preisen. Wer sich auf gelegentlichen Regen statt auf ständige Wolkenbrüche vorbereitet, kann Japan in dieser Zeit besonders genießen.
Die Faszination der Hortensien: Ein Blütenspektakel

Zu den eindrucksvollsten Erlebnissen einer Japanreise im Juni und Anfang Juli gehört die spektakuläre Hortensienblüte, auf Japanisch „Ajisai“ (紫陽花). Die wunderschönen Blumen mit ihren großen, kugelförmigen Blütenständen verwandeln Gärten, Tempel und Straßen in ein leuchtendes Farbenspiel aus Blau, Violett, Rosa und Weiß, das durch die sanfte Feuchtigkeit der Tsuyu noch intensiver wirkt. Der Anblick ist einzigartig und bietet eine ruhige, malerische Kulisse für deine Erkundungen. Vielerorts wird die Blüte mit lokalen Festen und besonderen Öffnungszeiten gefeiert.
Für Erstbesucher kann die Hortensienzeit zu einem Höhepunkt der Reise werden. In Kamakura, einer Küstenstadt, die mit dem Zug weniger als eine Stunde von Tokyo entfernt liegt (JR Yokosuka Line, ca. ¥940 bzw. ₹526), stechen zwei Tempel hervor. Der Meigetsu-in Temple, der auch als „Hortensientempel“ bekannt ist, bietet ein atemberaubendes Blütenmeer entlang seiner Wege, die sich in einen blauen Tunnel verwandeln. Der Eintritt kostet etwa ¥500 (₹280). Nur einen kurzen Spaziergang entfernt erwartet dich der Hase-dera Temple mit zahlreichen Hortensien in seinen Hanggrärten und einem Panoramablick auf das Meer. Der Eintritt liegt bei etwa ¥400 (~₹224). Beide Orte sind leicht erreichbar und bieten hervorragende Möglichkeiten zum Fotografieren und für besinnliche Momente.
In Kyoto, der alten Hauptstadt, wird der Mimuroto-ji Temple oft als der „Hortensientempel“ von Kansai bezeichnet. Mehr als 10,000 Hortensiensträucher verschiedener Arten bedecken seine Hänge. Du erreichst den Tempel mit der Keihan Uji Line bis zur Station Mimuroto und anschließend nach einem 15-minütigen Spaziergang. Während der speziellen Hortensienzeit kostet der Eintritt etwa ¥1,000 (~₹560). Ein weiteres Juwel Kyotos ist der Sanzen-in Temple im ruhigen Stadtteil Ohara. Seine wunderschönen Moosgärten sind von Hortensien durchsetzt und bieten einen friedlichen Rückzugsort. Ohara erreichst du mit dem Bus ab Kyoto Station. Es empfiehlt sich, kurz vor der Reise die offiziellen Websites der Tempel zu prüfen, um genaue Blütezeiten und Informationen zu Sonderveranstaltungen zu erhalten.
Clever sparen: Die Vorteile der Regenzeit nutzen
Eine Japanreise im Juni und Juli außerhalb der Hauptzeiten der Kirschblüte im Frühling und der Herbstfärbung kann preisbewussten Reisenden aus Indien und Bangladesch deutliche finanzielle Vorteile bieten. Flugpreise richten sich zwar stärker nach der weltweiten Nachfrage und Angeboten der Fluggesellschaften als nach den japanischen Jahreszeiten, doch von großen Drehkreuzen wie Delhi, Mumbai oder Dhaka findest du möglicherweise etwas günstigere Tarife als zu den absoluten Spitzenzeiten. Wirklich große Einsparungen ergeben sich jedoch meist bei Unterkünften und bestimmten Aktivitäten.
Hotels, besonders in beliebten Städten wie Tokyo, Kyoto und Osaka, haben während der Tsuyu oft niedrigere Auslastungsraten und bieten daher wettbewerbsfähigere Preise. Ein Hotelzimmer, das im April vielleicht ¥15,000 (₹8,400) kostet, kann im Juni für ¥10,000-¥12,000 (₹5,600-₹6,720) verfügbar sein. Über mehrere Nächte summiert sich dieser Unterschied schnell. Bei einer 10-tägigen Reise könnten allein bei der Unterkunft zwischen ₹16,800 und ₹28,000 eingespart werden. Das gilt für verschiedene Kategorien – von günstigen Businesshotels über Mittelklasseunterkünfte bis hin zu einigen Ryokans (traditionellen Gasthäusern).
Hier ein beispielhafter Vergleich für ein Mittelklassehotel in Shinjuku, Tokyo (die Preise dienen nur zur Orientierung und können sich ändern):
| Posten | Hauptsaison (April) | Regenzeit (Juni) | Ersparnis (pro Nacht) |
|---|---|---|---|
| Hotelzimmer | ¥15,000 (~₹8,400) | ¥11,000 (~₹6,160) | ¥4,000 (~₹2,240) |
| Insgesamt 7 Nächte | ¥105,000 (~₹58,800) | ¥77,000 (~₹43,120) | ¥28,000 (~₹15,680) |
Neben Hotels bieten manche Sehenswürdigkeiten spezielle Aktionen für die Regenzeit an. Weniger Menschen bedeuten zudem ein entspannteres Erlebnis ohne den Druck der überfüllten Hauptsaison. Die Preise für den Japan Rail Pass sind zwar einheitlich, die Kosten für den Nahverkehr bleiben jedoch unverändert. Bei weniger Touristen können beliebte Stationen wie Shinjuku oder Kyoto deutlich angenehmer wirken – ähnlich wie die Delhi Metro außerhalb der Stoßzeiten. Buche deine Unterkunft auch in der Regenzeit möglichst früh, um dir gute Preise zu sichern. Buchungsseiten wie OlaChill, Agoda oder Booking.com erleichtern den Preisvergleich über verschiedene Reisedaten hinweg.
Eine Route mit Schwerpunkt auf Indoor-Erlebnissen: Schätze in Tokyo und Kyoto
Regen einzuplanen bedeutet nicht, auf besondere Erlebnisse zu verzichten. Du musst deine Route lediglich stärker auf Aktivitäten in Innenräumen ausrichten. Japan bietet erstklassige Indoor-Attraktionen – von antiken Kulturschätzen über modernste Technologie bis hin zu ausgiebigem Einkaufsvergnügen. So kannst du das reiche Erbe und die modernen Wunder des Landes unabhängig vom Wetter komfortabel erleben.
In Tokyo sind die Möglichkeiten nahezu grenzenlos. Beginne mit der beeindruckenden Museumslandschaft der Stadt. Das Tokyo National Museum im Ueno Park beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung japanischer Kunst und Kulturgüter, die stundenlanges Erkunden ermöglicht. Der Eintritt kostet etwa ¥1,000 (₹560). Wer in die Vergangenheit der Stadt eintauchen möchte, findet im Edo-Tokyo Museum (derzeit bis 2025 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen; aktuellen Status auf der offiziellen Website prüfen) anhand von Dioramen und lebensgroßen Nachbildungen einen faszinierenden Überblick über Tokyos Geschichte. Alternativ entführt dich das Ghibli Museum (Mitaka; Eintrittskarten müssen im Voraus gekauft werden, ca. ¥1,000 (₹560) für Erwachsene über die offizielle Website oder Lawson-Convenience-Stores) auf eine zauberhafte Reise in die Welt von Studio Ghibli. Die Tickets sind allerdings oft schon Monate im Voraus ausverkauft. Fans zeitgenössischer Kunst können im teamLab Planets TOKYO DMM (Toyosu) oder bei teamLab Borderless (Azabudai Hills) einzigartige immersive digitale Kunst erleben. Die Tickets kosten je nach Tag ¥3,200-¥4,000 (~₹1,792-₹2,240).
Auch Shopping ist eine hervorragende Indoor-Aktivität. Tokyos riesige Kaufhäuser wie Isetan, Mitsukoshi oder Takashimaya sind nicht nur zum Einkaufen da. Ihre unterirdischen Lebensmittelhallen, die sogenannten Depachika, sind kulinarische Paradiese – ideal, um lokale Spezialitäten zu probieren oder hochwertige Souvenirs zu kaufen. Das unterirdische Einkaufsviertel unter Tokyo Station und Shinjuku Station kann dich stundenlang trocken und bestens unterhalten. Für ein besonderes Kulturerlebnis bietet sich eine Kabuki-Aufführung im Kabuki-za Theatre in Ginza an. Karten für einzelne Akte, sogenannte „Makumi“, sind eine kürzere und günstigere Möglichkeit, diese Kunstform kennenzulernen.
Auch Kyoto bietet neben seinen berühmten Tempeln und Gärten interessante Indoor-Attraktionen. Das Kyoto National Museum zeigt bedeutende Kulturgüter, während das Kyoto International Manga Museum einen unterhaltsamen und ungewöhnlichen Einblick in Japans Comic-Kultur bietet. Der Eintritt zu beiden Museen liegt normalerweise bei ¥700-¥900 (₹392-₹504). Für ein intensiveres Kulturerlebnis empfiehlt sich eine traditionelle Teezeremonie, die oft in ruhigen Innenräumen in Gion oder nahe dem Kiyomizu-dera stattfindet. Je nach Dauer und Exklusivität kosten solche Erlebnisse zwischen ¥2,000-¥5,000 (₹1,120-₹2,800).
Kyoto verfügt außerdem über hervorragende überdachte Einkaufsarkaden. Der Nishiki Market, bekannt als „Küche Kyotos“, ist eine belebte, schmale Straße mit Ständen für frische Produkte, Meeresfrüchte und lokale Spezialitäten. Große Teile sind überdacht und eignen sich daher ideal für einen Spaziergang im Regen. Der Markt ist zwar nicht vollständig geschlossen, doch viele Geschäfte und Restaurants bieten Schutz. Auch die Teramachi and Shinkyogoku shopping arcades verbinden traditionelle Waren, Souvenirs und moderne Boutiquen und bieten eine angenehme Umgebung zum Bummeln.
Kulinarischer Komfort: Essen im regnerischen Japan
Für Reisende aus Indien und Bangladesch kann das Thema Essen eine wichtige Rolle spielen, insbesondere bei vegetarischen und halalgeeigneten Optionen. Japans Küche genießt weltweit einen hervorragenden Ruf, doch traditionelle Gerichte enthalten häufig Dashi (Fischbrühe) und verschiedene Fleischsorten. Mit sorgfältiger Planung und etwas Aufmerksamkeit kannst du während deiner Reise im Juni und Juli trotzdem problemlos leckere und sichere Mahlzeiten genießen – gerade an regnerischen Tagen sind wärmende Gerichte besonders angenehm.
Vegetarische Optionen: Reiner Vegetarismus ohne Dashi ist in der traditionellen japanischen Küche zwar nicht weit verbreitet, doch besonders in den Großstädten wächst das Angebot und das Bewusstsein dafür.
- Shojin Ryori (buddhistische Tempelküche): Dies ist das ultimative vegetarische Erlebnis in Japan. Die vollständig pflanzliche Küche wird oft in Tempelunterkünften (Shukubo) oder spezialisierten Restaurants serviert. Im Mittelpunkt stehen frisches saisonales Gemüse, Tofu und Getreide, meist als mehrgängiges Menü. Besonders empfehlenswert ist sie in Kyoto (zum Beispiel Shigetsu im Tenryu-ji Temple; Reservierung oft erforderlich) oder auf dem Mount Koya. Für ein Menü solltest du mit ¥3,000-¥6,000 (~₹1,680-₹3,360) rechnen.
- Spezialisierte vegetarische Restaurants: Nutze Apps wie HappyCow oder suche auf Google Maps nach „vegan Kyoto“ oder „vegetarian Tokyo“. Das Angebot reicht von internationaler Küche bis zu modernen japanischen Interpretationen pflanzlicher Gerichte.
- Convenience Stores: „Konbini“ wie 7-Eleven, FamilyMart und Lawson sind wahre Lebensretter. Suche nach Onigiri (Reisbällchen) mit Ume (eingelegter Pflaume) oder Kombu (Seetang), Gemüsesandwiches, Salaten und Obst. Prüfe die Zutaten immer sorgfältig; die Kamerafunktion von Google Translate ist dabei sehr hilfreich.
- Nützliche Sätze: Lerne wichtige Formulierungen: „Watashi wa bejitarian desu“ (Ich bin Vegetarier/in), „Niku nashi de onegaishimasu“ (Bitte kein Fleisch), „Sakana nashi de onegaishimasu“ (Bitte keinen Fisch), „Dashi nashi de onegaishimasu“ (Bitte kein Dashi/keine Fischbrühe).
- Udon/Soba: Die Brühe enthält oft Dashi. Einige Restaurants bieten jedoch Brühen auf Shoyu-Basis (Sojasauce) ohne Dashi an. Alternativ kannst du Zaru Soba/Udon wählen (kalte Nudeln mit Dip; Zutaten der Sauce prüfen) oder Tempura bestellen. Achte darauf, dass es Gemüse-Tempura ist und in Pflanzenöl frittiert wurde.
Halal-Optionen: Halal-Essen ist in Japan deutlich verbreiteter geworden, vor allem in Tokyo, Osaka und Kyoto. Grund dafür ist der zunehmende Tourismus aus Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.
- Halal-zertifizierte Restaurants: Viele Restaurants weisen inzwischen deutlich auf eine Halal-Zertifizierung oder ein „Muslim-friendly“-Angebot hin. Suche online nach „halal Tokyo“ oder „halal Kyoto“. Beliebte Optionen sind Halal-Ramen, Curry und sogar einige japanische Yakiniku-Restaurants.
- Indische, pakistanische und bangladeschische Restaurants: In den großen Städten sind sie leicht zu finden und bieten vertraute, oft halalgeeignete Gerichte. Auch viele Japaner mögen indisches Curry, weshalb diese Restaurants weit verbreitet sind.
- Supermärkte: In größeren Supermärkten findest du häufig halal-zertifizierte Produkte.
- Nützliche Sätze: „Halal desu ka?“ (Ist das halal?), „Pork nashi de onegaishimasu“ (Bitte kein Schweinefleisch).
- Gebetsräume: Große Flughäfen und einige größere Einkaufszentren verfügen inzwischen über Gebetsräume.
In der Regenzeit kann eine wärmende Schüssel Ramen – sofern du eine halal- oder vegetarische Variante findest –, ein heißes Curry oder frisch frittiertes Tempura besonders verlockend sein. Scheue dich nicht, höflich nach den Zutaten zu fragen. Die japanische Gastfreundschaft bedeutet oft, dass das Personal sein Bestes tut, um auf Ernährungsbedürfnisse einzugehen.
Hokkaido: Deine trockene Sommeroase
Während Honshu seine Tsuyu erlebt, bietet die nördliche Insel Hokkaido ein völlig anderes Sommerklima: trocken, angenehm und oft sonnig. Damit ist Hokkaido eine ideale Ausweichmöglichkeit für Reisende aus Indien und Bangladesch, die der Feuchtigkeit und dem Regen im Süden Japans entgehen möchten. Die Insel bietet eine erfrischende Abwechslung und ganz andere Sehenswürdigkeiten. Wenn deine Reise bis in den Juli reicht, zeigt Hokkaido seine besonderen Reize.
Der Sommer in Hokkaido ist für seine riesigen, farbenprächtigen Blumenfelder bekannt, insbesondere für Lavendel. Das Städtchen Furano bildet das Zentrum dieses Spektakels. Das Farm Tomita ist dabei das bekannteste Ziel. Hier erstrecken sich sanfte Hügel in violetten Lavendelstreifen, ergänzt durch Mohn, Lupinen und Sonnenblumen. Die Hauptblütezeit liegt normalerweise von Mitte Juli bis Anfang August. Der Besuch der Felder ist kostenlos; außerdem kannst du Lavendeleis probieren oder regionale Produkte kaufen. Eine malerische Fahrt mit dem Auto oder Zug durch die Region Biei, bekannt für ihre „Patchwork Road“ und „Panorama Road“, führt zu weiteren pittoresken Landschaften, darunter der berühmte Blue Pond (Aoiike).
Neben den Blumen bietet Hokkaido vielfältige Erlebnisse:
- Sapporo: Die Hauptstadt ist für ihr Bier bekannt. Der Sapporo Beer Garden & Museum bietet eine Verkostung für etwa ¥2,000-¥3,000 bzw. ~₹1,120-₹1,680 pro Verkostungsmenü an. Außerdem ist Sapporo für köstliches Ramen berühmt. Besuche den Odori Park, in dem verschiedene Veranstaltungen stattfinden, und den historischen Sapporo Clock Tower.
- Otaru: Die charmante Hafenstadt ist von Sapporo aus leicht erreichbar und bekannt für ihren malerischen Kanal, Glaswerkstätten und Spieluhrmuseen. Eine Kanalfahrt (ca. ¥1,500 bzw. ~₹840) bietet eine entspannte Möglichkeit, die historischen Lagerhäuser zu sehen.
- Daisetsuzan National Park: Dieser weitläufige Nationalpark bietet Naturliebhabern Wanderwege, die mit einer Seilbahn erreichbar sind (ca. ¥2,000-¥3,000 für die Hin- und Rückfahrt), sowie beeindruckende Vulkanlandschaften. Selbst im Sommer liegt auf den Gipfeln oft noch Schnee. Für alle, die kühlere Temperaturen und Outdoor-Abenteuer suchen, ist dies eine hervorragende Option.
- Essen: Hokkaido ist ein kulinarisches Paradies, berühmt für frische Meeresfrüchte (Kani/Krabben, Uni/Seeigel), Milchprodukte (Milch, Käse, Eis) und landwirtschaftliche Erzeugnisse. Meeresfrüchte passen zwar nicht zu jeder Ernährungsweise, doch es gibt ausgezeichnetes Ramen, frisches Gemüse und köstliche Kartoffelgerichte. Vegetarische Optionen erfordern möglicherweise etwas mehr Suche, sind vor allem in Sapporo aber verfügbar.
Hokkaido zu erreichen ist unkompliziert. Du kannst direkt von Tokyo (Haneda oder Narita) zum New Chitose Airport (CTS) in Sapporo fliegen. Der Flug dauert etwa 90 Minuten, und Billigfluggesellschaften bieten konkurrenzfähige Preise an (zum Beispiel Peach oder Jetstar Japan, von ¥5,000-¥15,000 bzw. ~₹2,800-₹8,400 je nach Buchungszeitpunkt). Alternativ verbindet der Hokkaido Shinkansen Honshu mit Hakodate, wobei die Reise länger dauert. Für Fahrten innerhalb Hokkaidos kann der JR Hokkaido Pass eine kostengünstige Option sein, wenn du viele Zugreisen planst.
Praktische Tipps für deine Reise im Juni und Juli: Packen und Vorbereitung
Eine erfolgreiche Japanreise während der Tsuyu im Juni und Juli hängt stark von guter Vorbereitung und cleverem Packen ab. Auch wenn es nicht so stark regnet wie beim südasiatischen Monsun, steigern die richtige Kleidung und die Vorbereitung auf hohe Luftfeuchtigkeit und gelegentliche Schauer deinen Komfort erheblich.
Was du einpacken solltest:
- Leichte, schnell trocknende Kleidung: Wähle atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle, Leinen oder Synthetikmischungen. Verzichte auf schwere Jeans. Packe mehrere Schichten ein, da die Temperaturen schwanken können.
- Wasserdichte Oberbekleidung: Eine leichte, klein zusammenfaltbare Regenjacke oder ein stabiler Regenschirm ist unverzichtbar. Preiswerte Regenschirme guter Qualität kannst du in Convenience Stores (Konbini) oder ¥100-Läden wie Daiso in ganz Japan für etwa ¥500-¥1,000 (~₹280-₹560) kaufen.
- Bequeme, wasserdichte Schuhe: Dies ist vermutlich der wichtigste Punkt. Wasserabweisende oder schnell trocknende Sneakers beziehungsweise Wanderschuhe bewahren deine Füße vor unangenehmer Nässe. Wenn du viel zu Fuß unterwegs bist, solltest du offene Sandalen vermeiden.
- Feuchtigkeitsableitende Socken: Sie halten deine Füße trocken und beugen Blasen vor.
- Kleines Handtuch/Taschentuch: Zum Abwischen von Schweiß oder leichtem Regen.
- Tragbarer Ventilator: Ein kleiner batteriebetriebener Ventilator kann an schwülen Tagen ein wahrer Segen sein.
- Insektenschutzmittel: Besonders wichtig, wenn du Gärten oder ländliche Gebiete besuchen möchtest.
- Wiederverwendbare Tasche: Für Einkäufe, da Plastiktüten oft extra kosten.
Vorbereitungstipps:
- Wettervorhersage täglich prüfen: Japanische Wettervorhersagen sind sehr zuverlässig. Nutze Apps wie Japan official weather (bereitgestellt von der Japan Meteorological Agency) oder Google Weather.
- Flexibilität bei der Route: Plane etwas Spielraum ein. An besonders regnerischen Tagen kannst du auf Indoor-Aktivitäten ausweichen; bei einer sonnigen Pause solltest du die Gelegenheit für Erkundungen im Freien nutzen.
- Unterkünfte mit Waschmöglichkeiten buchen: Viele Hotels, insbesondere Businesshotels, verfügen über Münzwaschmaschinen. Sie sind äußerst praktisch, um Kleidung zu trocknen und mit wenig Gepäck zu reisen. Ein Wasch- und Trockengang kostet normalerweise ¥300-¥500 (~₹168-₹280).
- Ausreichend trinken: Hohe Luftfeuchtigkeit kann zu Dehydrierung führen, auch wenn es nicht brütend heiß ist. Nimm eine Wasserflasche mit und fülle sie regelmäßig auf. Getränkeautomaten gibt es überall und sie bieten eine große Auswahl.
- Offline-Karten und Übersetzungs-Apps herunterladen: Google Maps funktioniert für die Navigation sehr gut. Die Kamerafunktion von Google Translate ist unschätzbar, um Speisekarten und Schilder zu entziffern.
- Japan Rail Pass: Wenn du ausgedehnte Reisen zwischen Städten planst, insbesondere eine Hin- und Rückfahrt nach Hokkaido, solltest du prüfen, ob sich ein Japan Rail Pass (Green oder Ordinary) lohnt. Denke daran, ihn vor deiner Ankunft in Japan zu kaufen. Ein gewöhnlicher 7-Tage-JR Pass kostet 2026 ¥33,610 (~₹18,822). Vergleiche diesen Preis mit den Einzelticketpreisen deiner geplanten Strecken, etwa mithilfe von Hyperdia oder Japan Transit Planner.
Mit diesen Vorbereitungen bist du bestens gerüstet, Japan bei Regen und Sonnenschein zu genießen und das einzigartige Flair des japanischen Sommers voll auszukosten.
Beispielroute: Eine Kombination aus Tokyo, Kyoto und Hokkaido (10-12 Tage)
Diese Beispielroute verbindet die kulturelle Vielfalt Honshus mit dem erfrischenden Sommer Hokkaidos und berücksichtigt dabei die Bedingungen im Juni und Juli sowie die Bedürfnisse von Reisenden aus Indien und Bangladesch.
Tag 1-4: Tokyo – Stadterkundung und Indoor-Erlebnisse
- Tag 1: Ankunft in Narita (NRT) oder Haneda (HND), anschließend Transfer zu deinem Hotel in Tokyo. Richte dich ein und erkunde am Abend die nähere Umgebung, zum Beispiel Shinjuku oder Shibuya. Abendessen in einem halal-freundlichen Ramen-Restaurant oder einem indischen Restaurant.
- Tag 2: Vormittags: Tokyo National Museum (Ueno Park). Nachmittags: Erkunde die Elektronik- und Animegeschäfte in Akihabara, die größtenteils überdacht sind. Abends: Abendessen und Panoramablick vom Tokyo Metropolitan Government Building (Eintritt kostenlos).
- Tag 3: Vormittags: teamLab Planets TOKYO DMM für ein immersives digitales Kunsterlebnis. Nachmittags: Ginza und seine Kaufhäuser erkunden; die Depachika-Lebensmittelhallen eignen sich hervorragend für Snacks. Abends: Eine einzelne Vorstellung im Kabuki-za Theatre (Makumi) oder ein entspanntes Abendessen.
- Tag 4: Vormittags: Tagesausflug nach Kamakura zur Hortensienblüte im Meigetsu-in und Hase-dera Temple. Nimm einen Regenschirm mit und trage wasserdichte Schuhe. Nachmittags: Rückkehr nach Tokyo. Abends: Erkunde eine unterirdische Einkaufsarkade oder probiere eine lokale Izakaya mit vegetarischen Optionen.
Tag 5-7: Kyoto – Kultur und Ruhe
- Tag 5: Vormittags: Mit dem Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszug) nach Kyoto (ca. 2.5-3 Stunden, im JR Pass enthalten). Check-in im Hotel. Nachmittags: Kulinarischer Spaziergang durch den Nishiki Market (überdachte Straße) mit lokalen vegetarischen Snacks. Abends: Spaziergang durch Gion, Kyotos Geisha-Viertel.
- Tag 6: Vormittags: Mimuroto-ji Temple und seine Hortensien, sofern die Blüte es zulässt. Nachmittags: Traditionelle Teezeremonie. Abends: Abendessen, vielleicht Shojin Ryori in einem Tempel oder in einem vegetarierfreundlichen Café.
- Tag 7: Vormittags: Kyoto National Museum oder Kyoto International Manga Museum. Nachmittags: Souvenirshopping in den Teramachi and Shinkyogoku shopping arcades. Erwäge einen Kochkurs mit Schwerpunkt auf japanischen vegetarischen Gerichten.
Tag 8-10: Hokkaido – Sommerauszeit
- Tag 8: Vormittags: Flug von Osaka (Kansai International Airport, KIX) oder Tokyo (HND) nach Sapporo (CTS). Transfer zu deinem Hotel in Sapporo. Nachmittags: Odori Park und Sapporo Clock Tower erkunden. Abends: Sapporo Beer Garden & Museum.
- Tag 9: Tagesausflug nach Furano und Biei zu den Lavendelfeldern, ab Mitte Juli. Miete ein Auto oder schließe dich einer Tour an, um flexibler zu sein. Genieße Lavendeleis. Rückkehr nach Sapporo.
- Tag 10: Vormittags: Tagesausflug nach Otaru. Erkunde den Kanal, Glaswerkstätten und das Spieluhrmuseum. Genieße frische regionale Produkte. Nachmittags: Rückkehr nach Sapporo. Abends: Letzte Gelegenheit für Hokkaido-Ramen oder eine andere lokale Spezialität.
Tag 11-12: Abreise
- Tag 11: Flug von Sapporo (CTS) zurück nach Tokyo (HND/NRT) für internationale Anschlussflüge oder direkt ab CTS, sofern verfügbar.
- Tag 12: Abreise aus Japan.
Diese Route ist flexibel. Passe die Anzahl der Tage an jedem Ort an deine Interessen und deinen Flugplan an. Denke daran, Shinkansen-Tickets (falls du keinen JR Pass nutzt) und Inlandsflüge im Voraus zu buchen.
Unterwegs: JR Pass und Nahverkehr bei Regen
Japans effizientes öffentliches Verkehrssystem lässt sich auch während der Regenzeit problemlos nutzen. Die Infrastruktur ist hervorragend ausgebaut, und viele Stationen sind durch unterirdische Passagen und Einkaufsbereiche miteinander verbunden, sodass du dem Wetter nur wenig ausgesetzt bist.
Der Japan Rail Pass ist bei Touristen beliebt und ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit JR-Zügen, einschließlich Shinkansen (Hochgeschwindigkeitszüge, ausgenommen Nozomi- und Mizuho-Verbindungen) und einigen JR-Bussen. Für eine Route durch Tokyo, Kyoto und Hokkaido kann sich ein 7-Tage- oder 14-Tage-JR Pass sehr lohnen. Ein gewöhnlicher 7-Tage-Pass kostet ¥33,610 (~₹18,822). Du musst den Pass unbedingt vor deiner Ankunft in Japan kaufen, da er im Land normalerweise nicht erhältlich ist – abgesehen von einem zeitlich begrenzten Verkauf zu einem höheren Preis. In Japan tauschst du deinen Gutschein an einer größeren JR-Station gegen den eigentlichen Pass ein.
Shinkansen-Sitzplätze buchen: Auch mit einem JR Pass empfiehlt es sich, Sitzplätze zu reservieren, besonders auf beliebten Strecken oder zu Stoßzeiten. Das ist während der Regenzeit besonders praktisch, wenn viele Menschen lieber in überdachten Wartebereichen bleiben. Reservierungen kannst du an jedem JR-Ticketschalter (Midori no Madoguchi) in größeren Stationen vornehmen. Lege deinen JR Pass vor und teile die gewünschten Zugdaten mit. Der Vorgang ist unkompliziert und ähnelt einer Reservierung über IRCTC, allerdings mit einer moderneren Oberfläche.
Nahverkehr: Für Fahrten innerhalb von Städten wie Tokyo und Kyoto stehen umfangreiche U-Bahn- und Busnetze zur Verfügung. Die Tokyo Metro und die Toei Subway in Tokyo sowie das Kyoto City Bus-System sind äußerst effizient. Kaufe eine wiederaufladbare IC-Karte wie Suica oder Pasmo. Sie sind an den Automaten größerer Stationen gegen eine Kaution von ¥500 (~₹280) erhältlich, die erstattungsfähig ist. Die Karten gelten in den meisten öffentlichen Verkehrssystemen des Landes, einschließlich lokaler JR-Linien, U-Bahnen und Bussen. So musst du nur noch die Karte an das Lesegerät halten – ähnlich wie bei einer Metrokarte in Delhi. Das erspart dir die Suche nach Kleingeld oder den Kauf einzelner Tickets im Regen.
Nutze während der Tsuyu Japans unterirdische Verkehrsnetze. Viele große Stationen in Tokyo, darunter Shinjuku, Tokyo Station und Shibuya, sowie Stationen in Osaka verfügen über weitläufige unterirdische Einkaufszentren und Wege, die verschiedene U-Bahn-Linien und Kaufhäuser miteinander verbinden. So kannst du lange Strecken trockenen Fußes zurücklegen und unterwegs oft verborgene Schätze entdecken. Halte trotzdem immer einen Regenschirm bereit, sobald du wieder ins Freie kommst, und trage bequeme, wasserdichte Schuhe.
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Japans „Tsuyu“ im Juni und Juli unterscheidet sich vom heftigen südasiatischen Monsun: Es gibt häufiger kurze Schauer und sonnige Unterbrechungen.
- Diese Zeit bietet besondere Erlebnisse wie die beeindruckende Hortensienblüte (Ajisai), insbesondere in Kamakura und Kyoto.
- Wegen der geringeren Zahl internationaler Touristen im Vergleich zur Hauptsaison können Reisende bei Unterkünften und möglicherweise auch bei Flügen deutlich sparen.
- Für Tokyo und Kyoto empfiehlt sich eine Route mit Schwerpunkt auf Museen, Kaufhäusern, Einkaufsarkaden und kulturellen Erlebnissen in Innenräumen.
- Hokkaido bietet einen trockenen, angenehmen Sommer mit wunderschönen Lavendelfeldern in Furano und vielfältigen Naturerlebnissen.
- Vegetarische und halalgeeignete Speisen sind zunehmend verfügbar, besonders in den Großstädten. Apps und wichtige Redewendungen helfen bei der Suche.
- Cleveres Packen mit leichter, schnell trocknender Kleidung, wasserdichten Schuhen und einem Regenschirm ist entscheidend für den Komfort.
- Nutze Japans effizienten öffentlichen Verkehr, darunter den Japan Rail Pass und IC-Karten (Suica/Pasmo), sowie die unterirdischen Wegenetze der Stationen, um trocken zu bleiben.
FAQ
F. Ist Juni-Juli eine gute Reisezeit für Japan-Neulinge?
A. Ja, absolut. Zwar ist Regenzeit, doch du kannst mit weniger Menschen, möglichen Einsparungen und einzigartigen saisonalen Höhepunkten wie der Hortensienblüte rechnen. Mit einer guten Planung von Indoor-Aktivitäten und einem Besuch in Hokkaido kann die erste Japanreise sehr lohnend sein.
F. Wie gehe ich in dieser Zeit am besten mit der Luftfeuchtigkeit um?
A. Packe leichte, atmungsaktive und schnell trocknende Kleidung ein. Trinke ausreichend, nutze bei Bedarf einen tragbaren Ventilator und lege Pausen in klimatisierten Innenräumen wie Museen, Kaufhäusern und Cafés ein.
F. Wie einfach ist es, in Japan vegetarisches Essen zu finden, besonders außerhalb der Großstädte?
A. In Tokyo, Kyoto und Osaka wächst das Angebot an vegetarischen und veganen Optionen.



