
Abukuma-do: Eine 80 Millionen Jahre alte Reise unter der Erde in Fukushima
Entdecke Abukuma-do, eine spektakuläre Kalksteinhöhle in Fukushima mit Stalaktiten, großen Hallen und einer optionalen Abenteuertour.
25. Aug. 2026·✍️ olablog·⏱ 8 Min. Lesezeit
Entdecke Abukuma-do, eine spektakuläre Kalksteinhöhle in Fukushima mit Stalaktiten, großen Hallen und einer optionalen Abenteuertour.
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Abukuma-do, die große Höhle von Fukushima
In der Region Tohoku im Norden Japans gibt es Landschaften, die sich nicht allein anhand einer Karte erschließen. Abukuma-do ist eine davon: eine Kalksteinhöhle, die sich über rund 80 Millionen Jahre hinweg geformt hat und eine unterirdische Welt aus Stalaktiten, Stalagmiten und gewaltigen Felsformationen beherbergt.
Der Rundgang führt durch mehrere Hallen und Gänge, die gezielt beleuchtet werden, um die Strukturen des Gesteins hervorzuheben. Manche Bereiche wirken wie eine natürliche Kathedrale, andere sind intimer, mit niedrigen Decken und Wänden, an denen sich die langsame Arbeit des Wassers am Kalkstein erkennen lässt.
Der Besuch ist besonders reizvoll für alle, die einen ungewöhnlichen Ausflug von Koriyama aus suchen oder während eines japanischen Sommers eine kühle Pause einlegen möchten. Im Inneren herrscht das ganze Jahr über eine kühle und relativ konstante Temperatur, weshalb die Höhle auch an einem Regentag eine äußerst praktische Alternative ist.
Was dich im Inneren erwartet
Die Höhle besteht nicht nur aus einem langen, dunklen Tunnel. Sie ist um verschiedene Bereiche herum angelegt, von denen jeder seine eigene Atmosphäre besitzt.
Takine Goten: die große unterirdische Halle
Einer der beeindruckendsten Orte ist Takine Goten, eine weitläufige Kammer, in der die Dimensionen der Höhle besonders deutlich werden. Kalksteinformationen bedecken Decke und Wände und schaffen eine beinahe skulpturale Landschaft. Dank der Beleuchtung lassen sich Säulen, steinerne Vorhänge und Reliefs erkennen, die das Wasser über Jahrtausende hinweg gezeichnet hat.
Für den Besuch sind keine Höhlenforschungskenntnisse erforderlich: Der Hauptweg ist für touristische Besichtigungen ausgelegt. Trotzdem gibt es Treppen, Höhenunterschiede und feuchte Bereiche. Daher solltest du dir Zeit lassen und Schuhe mit gutem Profil tragen.
Tsuki-no-Sekai, die Welt des Mondes
Im als Tsuki-no-Sekai, also „Welt des Mondes“, bekannten Bereich erzeugt die Beleuchtung eine besonders theatralische Szenerie. Farbnuancen und Schatten lassen die Formationen je nach Blickwinkel und während des Weitergehens immer wieder anders erscheinen.
Dies ist einer jener Orte, an denen es sich lohnt, gedanklich einen Gang herunterzuschalten. Statt jeden Meter fotografieren zu wollen, solltest du dir ein paar Minuten nehmen, um die natürlichen Formen zu betrachten und dem Echo des Wassers und der Schritte zu lauschen.
Der optionale Erkundungsweg
Wer ein etwas aktiveres Erlebnis sucht, kann einen optionalen Erkundungsabschnitt wählen. Dort gibt es enge Passagen, durch die man sich bücken und vorsichtiger vorankommen muss. Für den Besuch von Abukuma-do ist dieser Abschnitt nicht erforderlich, er verleiht dem Rundgang aber eine kleine Prise Abenteuer.
Wenn du mit Kindern unterwegs bist, nur eingeschränkt mobil bist oder dich in engen Räumen unwohl fühlst, ist der Hauptweg die bequemere Wahl. Die Entscheidung hängt von den Bedingungen am jeweiligen Tag und den Hinweisen des Personals ab.
Anreise von Koriyama
Die Stadt Koriyama ist der praktischste Ausgangspunkt für einen Besuch von Abukuma-do. Von Tokio aus erreichst du Koriyama mit dem Tohoku Shinkansen und fährst von dort mit der Ban-etsu East Line bis zum Bahnhof Kammata, dem der Höhle nächstgelegenen Bahnhof.
Ab Kammata wird die Strecke üblicherweise mit dem Taxi zurückgelegt. Wichtig ist, dass Abukuma-do in einer ländlichen Gegend liegt: Anders als bei einer städtischen Sehenswürdigkeit gibt es hier keine kontinuierlichen Verbindungen, die alle paar Minuten am Eingang ankommen. Deshalb solltest du die Zugfahrpläne prüfen und das Taxi im Voraus organisieren, insbesondere in der Hochsaison oder am Wochenende.
Für viele Reisende ist es am einfachsten, in Koriyama ein Auto zu mieten. Mit einem eigenen Fahrzeug bist du flexibler und kannst die Höhle mit den Landschaften und Dörfern der Umgebung verbinden – besonders, wenn du Obstgärten besuchen oder mehrere Stopps an einem Tag einlegen möchtest.
| Anreiseoption | Richtwert für die Strecke | Für wen besonders geeignet |
|---|---|---|
| Zug und Taxi | Mit dem Tohoku Shinkansen bis Koriyama, mit der Ban-etsu East Line bis Kammata und anschließend mit dem Taxi bis Abukuma-do | Reisende ohne Auto, die einen organisierten Ausflug unternehmen möchten |
| Mietwagen | Fahrt ab Koriyama bis in die Gegend von Takine | Die flexibelste Alternative, um mehrere Besichtigungen zu verbinden |
| Regionaler Ausflug | Koriyama als Ausgangspunkt und Besuch der Höhle zusammen mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Fukushima | Alle, die den ländlichen Transport nicht selbst koordinieren möchten |
Fahrzeiten und Verfügbarkeit der Verkehrsmittel können variieren. Informiere dich vor der Abfahrt auf der offiziellen Website von Abukuma-do über die Zugangsbedingungen und die aktuellen Besuchsinformationen.
Wie viel Zeit solltest du einplanen?
Um die Höhle in Ruhe kennenzulernen, solltest du ungefähr eine bis eineinhalb Stunden im Inneren einplanen. Rechne zusätzlich Zeit für die Anfahrt von Kammata, die Taxisuche oder das Parken sowie eine Pause vor der Weiterfahrt ein.
Von Koriyama aus eignet sich Abukuma-do gut als längerer Halbtagesausflug. Wenn du ein Auto mietest, kannst du daraus einen ganzen Ausflug in den Osten Fukushimas machen. Die Höhle lässt sich auch als Zwischenstopp auf einer Autofahrt durch Tohoku einplanen. Eine allzu knapp bemessene Verbindung zum Zug solltest du jedoch vermeiden.
Nimm auch im Sommer eine leichte Jacke mit. Der Temperaturunterschied zum Außenbereich kann deutlich sein, und im Inneren gibt es feuchte Oberflächen sowie Abschnitte mit Treppen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Abukuma-do kann das ganze Jahr über besucht werden – nicht zuletzt, weil das Klima im Inneren kühl und stabil ist. Jede Jahreszeit verleiht dem Ausflug einen anderen Charakter:
- Frühling: Verbinde den Besuch mit den grünen Landschaften Fukushimas und je nach Route mit den Kirschbäumen in der Gegend von Miharu.
- Sommer: Eine der besten Möglichkeiten, der Hitze und Feuchtigkeit draußen zu entkommen.
- Herbst: Die Farben der Wälder von Tohoku machen die Fahrt mit dem Auto besonders angenehm.
- Winter: Die Höhle kann dann ein ruhigeres Erlebnis bieten. Vor der Fahrt solltest du jedoch den Straßenzustand und die Wetterlage prüfen.
Auch Regentage eignen sich gut für einen Besuch der Höhle. Die Aktivität ist nicht vom Sonnenschein abhängig und bietet eine gute Möglichkeit, einen Tag zu nutzen, an dem andere Aussichtspunkte oder Gärten vielleicht weniger eindrucksvoll wirken.
Zwischenstopps, die sich mit Abukuma-do verbinden lassen
Die Obstgärten von Koriyama
Die Gegend um Koriyama ist für ihren Obstanbau bekannt. Je nach Jahreszeit kannst du Erlebnisse rund um Äpfel, Pfirsiche, Birnen oder Trauben finden. Das Angebot ändert sich im Laufe des Jahres, daher solltest du dich vor der Anfahrt beim jeweiligen Obstgarten informieren.
Die Kombination mit Abukuma-do ist besonders schön: Zuerst erkundest du eine Millionen Jahre alte unterirdische Landschaft, anschließend lernst du eine der landwirtschaftlichen Seiten Fukushimas kennen.
Miharu und seine saisonalen Landschaften
Miharu westlich der Höhle ist ein lohnender Zwischenstopp, wenn du die Region im Frühling besuchst. Die ländlichen Landschaften und historischen Bäume ziehen alle an, die ein ruhigeres Erlebnis abseits der großen städtischen Routen suchen.
Die Blüte hängt vom Wetter der jeweiligen Saison ab. Fällt deine Reise in den passenden Zeitraum, kann sie zu einem der schönsten Fotomotive der Route werden.
Hoshi no Mura Observatory
In der Umgebung gibt es mehrere Orte zur Himmelsbeobachtung, darunter das Hoshi no Mura Observatory. Die geringe städtische Bebauungsdichte in diesem Teil Fukushimas sorgt nachts für eine deutlich dunklere Atmosphäre als in den großen Städten.
Du musst diesen Ort nicht in einen ohnehin vollen Reiseplan aufnehmen. Für Reisende mit dem Auto kann er jedoch interessant sein, wenn sie die Höhle mit einer ruhigen Nacht auf dem Land verbinden möchten.
Praktische Tipps für einen gelungenen Besuch
- Trage Turnschuhe oder geschlossene Schuhe mit gutem Profil.
- Nimm auch in den warmen Monaten eine leichte Schicht für den Innenbereich mit.
- Plane mehr Zeit als üblich ein, wenn du auf Taxis und Regionalzüge angewiesen bist.
- Wenn du den engen Erkundungsabschnitt nutzen möchtest, erkundige dich vor dem Betreten nach den Bedingungen am jeweiligen Tag.
- Informiere dich vor der Reise auf der offiziellen Website über Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Zugänge und mögliche Schließungen.
- Ziehe Koriyama als Ausgangspunkt in Betracht, wenn du nicht in einer ländlichen Gegend übernachten möchtest.
Wenn du eine Route durch Fukushima planst und Eintrittsorte, Ausflüge und weitere Orte in Japan miteinander verbinden möchtest, findest du im Reiseziele-Hub von OlaChill weitere Informationen.
Häufig gestellte Fragen
Eignet sich Abukuma-do für einen Besuch im Sommer?
Ja. Im Inneren herrscht eine kühle und stabile Temperatur, weshalb die Höhle eine angenehme Alternative zur Hitze und Feuchtigkeit draußen ist. Eine leichte Jacke kann nützlich sein.
Kann man die Höhle ohne Auto besuchen?
Ja, allerdings ist dafür etwas mehr Planung erforderlich. Von Koriyama kannst du mit der Ban-etsu East Line bis Kammata fahren und die Strecke anschließend mit dem Taxi zurücklegen. Prüfe die Verbindungen und organisiere die Rückfahrt rechtzeitig.
Ist die Höhle schwierig zu begehen?
Der Hauptweg ist für allgemeine Besucher ausgelegt, umfasst jedoch Treppen, Höhenunterschiede und feuchte Oberflächen. Der optionale Erkundungsabschnitt ist enger und erfordert, dass du dich bückst.
Wie viel Zeit brauche ich für den Besuch?
Plane ungefähr eine bis eineinhalb Stunden für die Besichtigung der Höhle in Ruhe ein, ohne die Anfahrt von Koriyama und die Zwischenstopps in der Umgebung.
Was kann ich in der Nähe besichtigen?
Die Obstgärten von Koriyama, die saisonalen Landschaften von Miharu und das Hoshi no Mura Observatory sind gute Möglichkeiten, den Tag abzurunden – insbesondere, wenn du mit dem Auto unterwegs bist.
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